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Erster Band. Alte Welt.
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sen war. Die Nachkommen der ursprünglichen Mitglieder mit denallmälig neu Aufgenommenen sehten dann die Vereinigung fort.

Die also in den Curie» und Tribus einander gegenüber ste-henden beiden Stände wurden zur Nationalgemeinde verei-nigt in den Centurien. Servins Tnliius nämlich theilte dieGesammtheit der Bürger in sechs Klaffen mied der Stufenleiterdes Vermögens. Aus den 6 Klaffen zusammen wurden nun195' Centurien gebildet, jedoch so, daß die erste Klaffe (in welchervor Allen die in 18 Centurien vertheilten Ritter stimmten) de-ren 98, die übrigen mit einander nur 95 zählten, (die 2te 22,die 5te 20, die 4te 22, die 6te 50, die 6te aber nur 1 ,) wornachdie erste Klaffe allein, wenn sie einstimmig war, gegen alle andernentschied. Aber auch die Laste n des Staates (Steuern und Kriegs-dienst oder Bewaffnung) waren nach demselben Verhältniß ge-theilt, und die sechste Klaffe, worin, neben den ärmern Plebejern,auch die meisten Clienten, als Nichte!gen thunter, — weil siebloß erbunterthänige Nutznießer waren — dienst' gar nicht imKriege, wiewohl sie, wenigstens zum Theil, eine mäßige Steuerentrichtete.

So glaubte Servius alle Parteien befriedigt zu haben. Den-noch blieb es unvergessen, daß Er der Sohn einer Selavin sep,und in den Augen des stolzen Adels mochte die weiteste und wohl-thätigste Verwaltung den Flecken der niedern Geburt nickt tilgen.Er wurde ermordet in einer Verschwörung, an bereu Spitze seinSchwiegersohn Tarquin und seine Tochter Tullia standen.

Sonach war Tarquinius durch Verbrechen zum Tbron ge-langt (5451). Aber wir dürfen bei dieser und bei der folgendenErzählung, so wie bei der Benennung Superim», nickt vergessen,daß sie ursprünglich von den Feinden des Tarc-uinffch m Hausesherrührt, welche durch Leidenschaft und Interesse gereizt waren,ihn im gehässigsten Lichte darzustellen, um seine Vertreibung zurechtfertigen. Auf keinen Fall lassen sich die Herrschergaben die-ses Fürsten verkennt,,, welcher durch Waffen und Unterhandlun-gen die Macht Roms beinahe verdoppelte, die Stadt mit wichti-gen Gebäuden zierte, und den Bürgern eine höhere Polisirunggab. Auch war der Anlaß zu Tarquins Vertreibung nicht seineeigene Härte, sondern die Missethat seines Sohnes, der in der