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Erster Band. Alte Welt.
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ben mistre Gelehrten die Bastarnen, die zum germanischenVolksstamm gehören, erkannt.

Unter den asiatischen Scythen, welche die spätern Geo-graphen meist in die dieß- und jenseits des Im aus (Mus-tag) theilen, nennt Herodot die Argippäer. Sie wohnten amFuß eines hohen Gebirges (des Ural, wo jetzt die Kirgisen),und glichen, ihrer Beschreibung nach, den heutigen Calmük-ken. Ihnen gegen Osten waren die fabelhaften Jssedonen(So on garen). Viele andere Horden schwärmten in den ura-lt scheu Ländern und in denjenigen herum, welche der Opusund der Jaxartes durchströmen. Alle Horden aber in den un-geheuern Steppen jenseits des Jaxartes hießen den Perser»mit einem allgemeinen Namen Sacen: unter ihnen waren dieMassageten das Hauptvolk. Jenseits dieserMassageten undder Argippäex hört die Erdkunde Herodot's auf, wiewobl erbereits von den in Norden liegenden „unersteiglichen Gebir-gen" (der Kette des Altai) und den jenseits derselben wohnen-den Menschen, „welche sechs Monate im Jahre schlafen," (wererkennt hier nicht die langen Sibirischen Nächte? —) diedunkle, ihm jedoch unglaublich scheinende Sage vernommen. Dieseausgebreitete Kenntniß des Scythenlandes war einzig die Wir-kung des Handels, welcher, vorzüglich von den griechischenPflanzstädten am Ufer des schwarzen Meeres, nach dein tiefstenNorden und Osten geführt wurde.

I n d i e r.

Weit unvollkommener war die Kunde von Indien, wiewohles gerade dessen Erzeugnisse waren, welche den Karavanenzngnach Osten lenkten. Die Entfernung des Landes, und die schonan der Grenze oder noch diesseits derselben liegenden Stappel-xlähe seiner Waaren machten die genauere Erforschung desselbenschwer und entbehrlich. Herodot, der sonst so vieles weiß, istäußerst dürftig in seinen indischen Nachrichten. Ihm gilt Indienfür das letzte bewohnte Land in Osten; aber kaum kennt er seinenächsten Grenzprovinzen, und was er von ihren Bewohnern er-zählt, ist unbestimmt und märchenhaft. Auch die spätern Schrift-