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stcller wissen nicht viel mehr, als die Eintheilung Indiens in dasdieß- und jenseits des Ganges gelegene, nebst einigen abgerisse-nen, geschichtliche, Notizen, und zwar aberinal nur über die west-lichen Grenzländer, aufzuführen. Die Sagen von den Zügen ei-nes Bacchus, Herkules, Sesostris und anderer Heroen nachIndien deuten zum Theil auf die Ideen der Gefahr und Mühse-ligkeit hin, die man mit einer Reise nach Indien verband, zumTheil find sie von indischen Mythen selber abgeleitet. Se->niramis soll von einem indischen König geschlagen, und auchsonst »och zwischen den Assyrern und Jndiern gekämpft wor-den seyn. Ein Weiteres lehren uns für diesen Zeitraum die aus-ländischen Schriftsteller nicht. Aber wir haben aus der Verglei-chung und Zusammenstellung der übrigen Dölkergeschicbten, ausgeologischen Betrachtungen, endlich auch aus den in neuern Zei-ten bekannt gewordenen, einheimischen — indischen — Büchernwenigstens einiges Licht über den frühesten Zustand des Landesund Volkes und über die ihm gebührende Stelle in der Geschichteder Menschheit geschöpft. Wir wissen, daß Indien — zunächstdem wahrscheinlichen Urfih unseres Geschlechtes gelegen — einesder am frühsten bevölkerten, und wohl das allererst kultivirteLand gewesen; daß es nicht nur durch seine köstlichen Erzeugnisse,welche frühzeitig für die meisten Volker Gegenstände des luru-rieusen Genusses, zum Theil des Bedürfnisses wurden, sondernauch, und vielleicht mehr noch, durch die von ihm ausgegangenen-- sowohl auf Handelswegen, als auf jenen der Auswanderungverbreiteten — Lehren und Ueberlieferungen mächtig auf Kultur,L^ligjon und Lebensweise der vorzüglichste» alten — sonach mit-telbar auch der neuen — Nationen gewirkt babe.
Von den religiösen Ideen der Hindus werden wir an einemandern Orte (in der Religionsgeschichte) sprechen. Ihre Verfas-sung wollen wir hier berühren. Sie war gebaut auf das Ka-^^»system, welches von jeher in Indien herrschte, und nachher Meinung des Volks auf einem heiligen Grunde ruht. Denn^rama — ein Hauptgott der Jndier — schuf nach der Mythea»s seinem Haupt, dem Sinnbild der Weisheit, die Lehrer der-selbe» und seine Priester, die B r am inen; aus seiner Brust oderseine» Armen, dem Sinnbild der Stärke, die Kschetris oder