Band 
Erster Band. Alte Welt.
Seite
238
JPEG-Download
 

238

LysimachuS hatte nach Alexander- Tod aus Thracierund den gegenüberliegenden, Kleinasiatischen Ländern ein Reichgestiftet. Nach Lysiinachus Tod (5702) zerfiel dasselbe. Einge'wanderte Gallier und einheimische Nationen — als OdrY-sier, Besser rc. — auch auswärtige Mächte — als Macedo-rt ien und Syrien — theilten sich in das Land, welches nachPerseuS Unglück allmälig unter verschiedenen Titeln eine Rö-mische Beute wurde.

Eu> losgerissener Theil von Lysiinachus Reich war Perga-mum. Philetärus, ein Verschnittener, stiftete es durch Abfallvon jenem tyrannischen König. Eumenes l. und Attalus l-erweiterten ihr Gebiet so ansehnlich, daß es der Benennung einesKönigreichs nicht unwürdig schien. Eumenes II. (5768) er-hielt von Rom als Preis der gegen Antioch Ll. geleisteten Dien-ste das Land bis an den Taurus, welches der Syrisch« Königeingebüßt. Pergamum war nun in Kleinasien die herrschendeMacht. Aber da dieselbe ohne natürliche Basis, bloß auf derRöiner Gnade, beruhte, so konnte sie nicht von Bestand seyn-Attalus II. uno Attalus Hl. hatten auch keinen andern alsder Römer Willen; der lehte, ein blödsinniger Mann, vermacht?ihnen sein Reich.

Bithynien, so wie Paphlagonien und Kappadocie»,waren zwar Per siche Vassallenreiche, aber sie entgingen, da si?nicht auf Alexanders Wege lagen, den Macedvnischen Waf-fen. Unter den Königen Bithyniens ist Prusias H. wegenseiner niederträchtigen Ergebenheit gegen die Römer, und Niko-medes III. als Derjenige merkwürdig, welcher ihnen sein Reichvermachte.

Es geschah solches bald »ach dem Mitbrida tischen Krieg?welcher auch über Kappadocien und Paphlagonien die Rönii-sich« Herrschaft gründete.

Der Name Galatien rührt von den Galliern her, der?»Verwüstungen in Thracien, Macedonien und Griechen-land wir oben erzählte», und welche nachmals unter vielfältigenAbenteuern Wohnsiye m Kleinasien erhielten. Ob diese Schaa-ren aus dem eigentlichen, oder auS dem cisalpinischen Gal-lien, oder aus Pannonien (wo schon längstens die Gallisch?"