Noch galten die comrtis als Regel, und die neu.
aufgekommene» nach den Tribus für Ausnahme. Der TribunVolero (3511) setzte die Verfügung durch, daß alle eigentlicheilPvlksan gelegen Heike n, insbesondere die Wahl der Tribunen«auf den letzten sollten verhandelt werden. Gleichwohl erkannteder Adel die Beschlüsse, welche auf denselben ergingen, noch nichtfür Gesetze. Man hieß sie nicht , weil
bisher nur die Plebs, nicht das gesammte Volk auf dieMahnung der Tribunen erschien.
Von großen Folgen war der Vorschlag des Tribuns Teren-,tius Arsa, durch eine geschriebene Gesetzgebung der Will-kühr der Konsuln zu steuern, und den von den Patriziern bisherverheimlichten Rechtsgrundsätzen Publicität zu geben. Währenddes mehrjärigen Streites darüber gerieth Rom durch äußereKriege in die größte Gefahr, und verdankte zweimal seine Ret-tung dem edeln Ouinclius Cincinnatus, einem Manne vonwahrhaft großem Charakter.
Decemvirn. Völliger Sieg der Demokratie.
Endlich siegte Terentius. Der Senat willigte in das schrill-liche Geseh- Man ließ eine Gesandtschaft nach Griechenlandgehen, um dessen Gesetze, vorzüglich die Solonischen, kenne»zu lernen, und daraus das für Rom Passende entnehmen zu kön-nen. Die Sammlung und Redaktion ward einer Kommissionvon zehn Männern übertragen, welche mit Suspendirung aller-übrigen Magistrate und der lox valeria <Ia prc>voo»tioue, also mitdiktatorischer Gewalt, bis zur Vollendung dieses Geschäftes regie-ren sollten. Die zehn Männer waren Patrizier, an ihrer SpihsAppius Claudius.
Während einer zweijährigen, anfangs kraftvollen und belieb-ten Verwaltung brachten die Decemvirn die berühmten Gesetze der12 Tafeln (im ersten Jahre Itt, im zweiten 2) zu Stande. Nach-dem dieselben von den Centurien, gebilligt waren, wurden sie >nMetall gegraben und anf dem Forum aufgestellt. Diele Verfü-gungen darin waren altem Herkommen entnommen, das Ganzeebarakterisirt eine rohe Zeit.