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der großen Eroberungen, und deS unaufhaltsamen Fortschreiten^zur Weltherrschaft. Die Leitung der großen Geschäfte koncentrirtesich damals in den Händen des Senates, jenes ehrwürdigenStaatskörpers, in welchem auch die austretenden höchsten Magi-strate ihren Sitz auf lebenslang nahmen, und wo sonach die er-fahrensten Staatsmänner und Feldherren und die edelsten Talentevon beiden Ständen vereinigt waren. Die äußeren Angelegen-heiten interessirten jetzt mehr als die Händel des Forums, undman erkannte, daß jene einem fortlebenden Kollegium, welchesdaher von beharrlichen Maximen geleitet wäre, weit sicherer, alsdem von Eindrücken des Augenblicks abhängenden Volkshaufen,vertraut würden.
' Römische Politik.
Diese Maximen, welche freilich ihre Hauptanwendung erstmit dein Zeitraum der punischen Kriege erhielten, doch auch schonin den frühesten Zeiten die römische Politik bezeichnen, wareninsbesondere die nachstehenden:
Der erste Grundsatz war: „niemals Frieden zu schließen, alswenn man gesieget;" der zweite: „auS jedem Kriege die Mittelzu wettern Kriegen zu ziehen." Dieser wurde auf verschieden«Weise, anfangs durch Einverleibung der Besiegten, daraufdurch Allianz mit denselben, endlich durch völlige Unterwer-fung der Völker in Ausübung gesetzt. Den größten Umfanghatte das System der Allianzen.
Nicht nur die 8ocü lstiui und Italic! nomioi,, welche, wiewir oben sahen, durch ewige und engere Bande mit Rom ver-knüpft, ihr Blut fortwährend für dessen Herrschaft vergossen^auch auswärtige Völker und Mächte, aber nach verschiedene»Verhältnissen, wurden in dieses System, bald mit ihrem frei«"Willen, bald durch Zwang, gebracht. Selten wurde ein Fried«geschlossen, wo nicht der Besiegte zugleich zum Bunde mit Ro>»sich zu bequemen hatte. Eben so zahlreich und wichtig waren di«freiwilligen Alliirten, welche man durch mancherlei Mittel z»gewinnen wußte, und von denen die meisten selbst das römisch«