Band 
Erster Band. Alte Welt.
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in Krieg und Frieden stand, und eine Menge von Helden erzeugte,die, ungeachtet gehäufter Unfälle, so sie erfuhren, als die eigent-lichen Gründer der Karthagischen Größe zu betrachten sind.

Nach dein Unglück der Athener in Sicilien erneuerten sichdie Unternehmungen der Karthager daselbst. Sie zerstörten Se-iinuS und Himera. Bald eroberten sie auch das mächtige^gri gent, und belagerten Gela. In dieser großen Gefahr rich-tete ganz Sicilien seine Augen auf daS starke Syrakus, welchesaber selbst von innern Unruhen brannte. Die Gesetze, welche ge«rade damals der weife Diokles entworfen, waren unwirksam ge-gen den Parteigeist im Volk, und den wilden Ehrgeiz seiner Häup-ter. Hermokrates, siegreich gegen die Feinde, verlor sein Le-ben im Kampf gegen die eigenen Mitbürger, und Divnysius,ein Mann von niederer Abkunft, aber großen Talenten, bahntesich durch Verrath und Gewalt den Weg zum Thron (5579).

Gegen diesen Dionys, der, nicht zufrieden mitSyrakus, seineHand nach ganz Sicilien und selbst nach Unteritalien ausstreckte,hat Karthago äußerst blutig, in dreimal erneuertem Krieg, undmit ungemein abwechselndem Erfolg, gestritten. Sieben und drei»stg Jahre regierte Dionys, im Ganzen glücklich und glorreich;aber er wurde — möchte es allen Tyrannen also ergehen! seinesGlückes nicht froh. Unabläßig von Mißtrauen und Furcht ge»guält, durch manchen Aufruhr geängstigt, und Heines MenschenFreund, starb der grausame, verbrecherische, jedoch den Wissen-Ickaften — aus Eitelkeit — günstige Fürst, wie man glaubt, ver-giftet (5617).

Ihm folgte Dkonys U., sein Sohn. Dion, Bruder vondes ältern Dionys zweiter Gemahlin, ein Mann von großenGaben und Plato's Freund, leitete anfangs des Fürsten Schritte.Plato selbst wurde an den Hof berufen, und war schwach genug,dem Ruf zu folgen. Sein Glück war von kurzer Dauer. Baldwurde er wie Dion verdächtig dem Tyrannen, welcher den letztenverbannte, und den ersten in Gnaden entließ. Aber Dion kamstirück, und vertrieb Dionysins, wurde aber selbst ermordet vonK alippus. Auch dieser wurde vertrieben, und während der näch-tigenden Zerrüttung des Staates fand Dionys Gelegenheit, zum»weitenmal Herr von Syrakus zu werden (5635). Er regierte