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gern verlangt; es schien billig, daß der Sieger auf Unkosten derBesiegten lebe.
Der Schleier war gefallen, womit Rom seine Anmaßungenfrüher bedeckt hatte; es stellte sich »»gescheut dar als Gebiete-till der Welt; und durch zwei unerhörte Abscheulichkeiten cha-rakterisierte und befestigte es seine Macht, die Unterjochung vonAchaja und die Zerstörung Karthago's.
Vertrauensvoll hatte Griechenland sich den Siegern Philippsi» die Arme geworfen, da es von einem freien Volk keine Ge-fahr für die Freiheit besorgte. Auch nach der Demüthigung derAe kotier — die man als verdiente Strafe des Trotzes und Wan-kelinuthes betrachtete — blieben die klebrigen, vorzüglich dieAchäer, Rom ergeben, und es schien dessen Freundschaft ihremGedeihen förderlich. Aber schon Flaminius bereitete ihnen Fes-seln durch künstliche Verwirrung aller Verhältnisse, und durchBildung einer eigentlich römischen Partei in allen Gemein-den. Die Opposition dieser gegen die patriotische Partei wurdein dem Maaße fühlbar, als die mit der Macht stets zunehmendeAnmaßung der Römer den Gutgesinnten die Augen über die Ge-fahr des Vaterlandes öffnete. Diese Partei war der Zahl, wenn»ich nicht der Macht nach, die größere. Man gab ihr den Na-me, der „Makedonischen" Partei, um hierdurch ihre Miß-hand,»^ rechtfertigen. Billiger hätte man sie die „Patrio-tische geheißen; denn zwischen ihr und Macedonien bestand —wenige Anhänger ausgenommen — bloß die natürliche
Freundscha der Genossen desselben Druckes und derselbenHoffnung. Dagegen waren die Feinde und Verräther ihresVaterlandes das Palladium des Römischen Namens ge-schützt, und dem allgemeinen Hasse, zu Reichthum
und Macht. Aufhetzung bewog, gleich nach dem Fall desPerseus, die Römer ^„^^enden Gewaltthat, auf einmaltausend der edelsten n ^ deren Gesinnungen verdächtig, derenEinfluß gefährlich schien, ^ dem Schooß ihrer Familien undGemeinden zu reißen, ""''-ch Italien — als zur Verantwor-tung für ibre mi Macedonien — zu schleppe».
Siebenzehn Opfer der schamlosesten Ty-
rannei in
deu Kerkern Italiens. ^