Band 
Erster Band. Alte Welt.
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SulpiciuS gethan, die Bundesgenossen unter alle Tribus z«Urtheilen, und wurde hierüber vvnOctavius, seinem Kollegen"ach blutigem Kampf vertrieben. Aber die Italiener sammel»ten sich häufig unter seine Fahnen. Da rief er MariuS zurück,""d zog vereint mit ihm vor Rom. Siebenzehn Tausend Men-schen wurden vor den Thoren der Stadt erschlagen, und darauf,"ach kurzer Unterhandlung, zogen die Sieger «in; Cinna mitscheinbarer Huld, MariuS mit finsterem, rachverkündendem Blick.2etzt fingen die Schreckensscenen an. Die Soldaten, wie nachErstürmung einer feindlichen Stadt, raubten, mißhandelten, mor-deten ohne Unterschied der Partei. MariuS und Cinna wüthetengegen ihre persönlichen Feinde. Viele angesehene und edle Män-ner, die vornehmsten Senatoren, alle Häupter der SullanischenPartei wurden getödtet, Sulla selbst geächtet. Cinna, nach fünf-tägigem Morden, wurde des Blutvergießens satt. Aber MariuSerheiterte den Todesblick nicht. Mit einer bewaffneten Schaar ginger umher; Wessen Gruß er nicht erwiederte, den machte sie nieder.

Aber die Botschaft von Suüa's Siegen und wahrscheinlichnaher Rückkunft störte seinen Genuß.-Das siebente Konsulat,wornach das heftigste — und zugleich abergläubische — Strebenseiner Seele ging, legte er sich selber bei, und gab sich Cinnazum Kollegen. Doch nur wenige Tage verwaltete er solches. VonUnruhe gefoltert, suchte er durch Wein sich zu betäuben, undstarb, eines Tyrannen würdig (3898).

Fortsetzung. Mithri dat i scher Krieg.

Indessen hatte Sulla den Mithridati scheu Krieg glor- '*eich geführt. Arche laus, Mithridats Feldherr, zog bei An-"aherung der Römer seine Kriegsmacht in Böotien und in2ithe„, seinem Hanptwaffenplatz, zusammen. Sulla griff dieStadt an, und eroberte sie, nach verzweifelnder Gegenwehr, mitSturm. Ueber den Leichen der Barbaren und Bürger stürzte derlstößte Theil der Stadt in Schutt und Asche zusammen, die Ge-bäude des Piräus und jene von Munichia verzehrte die Flani-'"e- Athen, wiewohl es bald wieder aus dieser Verwüstung ein«Erstieg, ehielt doch seinen Glanz nicht mehr.