Privilegium ertheilt, auch abwesend sich um's Konsulat bewerbenöu dürfen. Aber er zog für jetzt die Fortdauer der militärischenMacht der Konsulwürde vor: auch vermehrte er sein Heer auf 12Legionen.
Bei der völligen Unterwerfung Galliens war dieses schoneine feindselige Stellung. Würde und Recht erheischten von dein^enat, sich durch seinen Feldherrn nichts abtrotzen zu lassen. Da-rum schloß er jetzt mit allen hohen Magistraten sich enger anPompejus, und schlug Cäsarn die Verlängerung des Komman-do's ab: auch um's Konsulat sollte sich derselbe, nach den gesetz-lichen Formen, in Rom bewerben.
Cäsar vermaß sich, zu unterhandeln, und der Republik dieBedingungen vorzuschreiben, welchen er zu gehorchen gedenke,„Auch PompejuS sollte seine Provinz Hispanien aufgeben."Später verlangte er wenigstens die Provinz Jlltzrien und zweiLegionen, endlich gar nur eine Legion. Diese Vorschläge thater tbeils selbst, theils mußten sie seine Freunde in Rom thun.Ihm waren neben den wohlgesinnten Demokraten, die ihm-als Vorfechter-ihres Prinzips anhingen, auch alle Verschwender,alle Taugenichtse, und fast der ganze Pöbel ergeben. Dafür hattePompejus — und welchen stärker» Beweis seiner guten Sachekann es geben? — mit den übrigen vornehmen Bürgern auchCicero und Cato auf seiner Seite.
Nach einigem Zaudern erging das Dekret: Cäsar solle aufeinen bestimmten Tag sein Heer entlassen, und die Verwaltungsicher Provinz niederlegen, sonst wäre er für einen Feind des! Vaterlandes zu achten.
Daß dieses Dekret gerecht war, wer mag es bestreiken? —
! Llber freilich heischte die Klugheit, gegen den nahenden Feindi slch auch zu bewaffnen: Jetzt erst, als Cäsar mit einem Theil! seiner Truppen gegen die Grenze Italiens rückte, übergab derKonsul Marcellus dem Feldherrn Pompejus das Schwertöer Republik; es wurde beschlossen, Soldaten auszuheben, undalle Vorkehrungen wie in großen Staatsgefahren zu treffen. Ge-^ llen diese Beschlüsse protestirten mehrere Tribunen; worauf der^onat Trauerweide» anzog, die Tribunen aber Rom verließen,