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Erster Band. Alte Welt.
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das Geschick herrscht hienieden!" gab er sich den schönen Tod,ZU welchem nur ein Leben wie das seine berechtigt.

Schlacht bei Actium.

Das hohe Interesse der römischen Geschichte endet sich mit^er Schlacht bei Philipp!. Durch den Sturz der Freiheit warder Zweck des Triumvirats erreicht. Was blieb noch übrig, alsdaß die Räuber über der Theilung der Beute zerfielen, und Einerallein sie davon trug?— Aber welcher auch siegte, das ErgebnißWar dasselbe — unumschränkte Herrschaft eines Einzigen.

Nach verübten, schrecklichen Grausamkeiten trennten sich dieSieger. Antonius ging nach Asien, um einige Reste der Re-publikaner zu zertreten; Octavian nach Rom, um denOccidentzu regieren und die Soldaten zu belohnen. Er gab, in den schön-sten Provinzen Italiens, die Landgüter unschuldiger Bürger denübermüthigen Truppen Preis.

Ueber diese unerhörten Bedrückungen entstand ein kurzer Krieg.Perusia war der Sitz des Aufstandes. Octavian zwang es zurUebergabe, und ließ 40S Bürger den Manen Cäsars schlachten!

Antonius, in den Armen der Wollust gefangen, mischte sichetwas später in diesen Krieg. Kleopatra, Königinn von Ae>tippten, hatte ihn durch ihre Buhlerkünste besiegt. Antoniussank völlig zum Sklaven herab. Seine Manuskraft erstarb ingrenzenloser Schwelgerei, und er schien kein Ziel mehr zu haben,als Genuß. Um so geneigter war er znm Frieden, welcher mitgenauerer Bestimmung Antonius den Orient bis Scodra inÄlprien, Octavian den Occident mit Ausschluß Italiens,welches beiden offen seyn, und Afrika's — welches Lepidusgehören sollte — anwies, und durch die Vermählung der vortreff-lichen Octaria, Octavianns Halbschwester, an Antonius, befestigtward.

Durch diesen Frieden sah S. Pompejus, welcher früher^"e Allianz mit Antonius geschlossen, sich auf seine eigene Macht^schränkt. Er war Herr Sicilieus und des Mittelmeers, und^t'zwang von den Triumvirn noch die Abtretung von SardinienKorsika und dem Peloponnes (5tNä). Aber in einem zwei-