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die verworfenen Cäsarn nach. Er war Lüstling, Räuber und Tv-rann, und ließ mit frechem Uebermuth sich Herr und Gott nen- ^neu, während er Sklave seiner Verschnittenen und der Zeichendeu-ter war, und — was in Rom noch nie geschehen — von einem >barbarischen Feind den Frieden kaufte. Diurbaneus Dece» >
balus, König von Dacien, war es, der solchen Tribut erpreßte, ^
nachdem er die Legionen geschlagen, und einige Provinzen ver-wüstet hatte. Domitianus wurde ermordet, auf Anstiften seinerGattin (96).
Nerva bis M. Aurel.
Von seht an, fast hundert Jahre lang, genossen die Römerdas wuuderwürdige Glück einer fortwährend weisen und väterli-chen Regierung. Die Fürsten, welche in dieser Zeit den Scep« jter führten, gelangten nicht durch den Zufall der Geburt zur jHerrschaft, und wurden nicht in der Jugend schon durch Hobeits- ^gebauten verderbt. Adoption, welche nur das Verdienst be-stimmte, brachte immer den Würdigsten zur Thronfolge; Dank-barkeit, Nacheiferung, Ehrgeiz, dem Vertrauen zu entsprechen, mum ;terten zur Pflicht auf. Der Cretenser Eoccejns Nerva, ei» 1tugendhafter Greis, vom Senat zum Nachfolger Domitians er-nannt, wurde der Wohlthäter der Welt dadurch, daß er den vor-trefflichen M. UlpiuS Trajanus — Spanier von Geburt u»ddamals Feldherr in Deutschland — zum Sohn, Reichsgehilfe"und Thronfolger erklärte. !
Trajan (98), der „beste Fürst" — Zeitgenossen und -Nachwelt nannten ihn also — dessen Tugenden man nach Iabr- ^hungerten noch den Kaisern als bobes Vorbild pries (durch d<"Zuruf: 8ls itzliUor Xngustv, 8W me/eiw , stellt uns in sim
nein Charakter die schönste Vereinigung aller großen und liebens-würdigen Eigenschaften dar. Während er init Hellem Blick u»dväterlichem Sinn alle Zweige der Verwaltung seines unermeßfl'chen Reiches durchdrang, und was die Weisheit eingegeben, krafl-voll, beharrlich vollführte, mit dem treueften Eifer über die öf- ^fentliche Wohlfahrt, so wie über die Rechte der Einzelnen wach-te, und nur darum zu regieren schien, um der Welt die gut*