Band 
Erster Band. Alte Welt.
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würdigen Nation, ohne Vermischung mit den übrigen Völker»,unter denen sie meist in Verachtung und gegenseitiger Abneigungleben, erhalten, hartnäckig den überlieferten Lehren und Satzun-gen anhängend, allem Neuen widerstrebend, ohne Nachgiebig-keit gegen den Geist der Zeiten und Orte, lebendige Mumien deralten Welt.

Vespasian. TituS. Domitian.

Wir kehren nach Rom zurück. Hier wurde nach Nero'sTod der 70 jährige Sulpitius Galba, welchen die SpanischeArmee zum Imperator ausgerufen, von dein Senat bestätigt. DiePrätorianer ermordeten den strengen Herrn, und gaben das Reicha» Calvins Otho. Sähen früher hatte auch die Germanisch«Armee ihren Feldherrn Altlus Vitellius zum Imperator er»nannt. Seine Truppen zogen über die Alpen. Da verlor Othoei» Treffen bei Bedriacum, und gab sich den Tod, um deSBürgerbluts zu schonen. Vitellius nahm vom Thron Besitz, umihn durch thierische Völlerei zu schänden. Bald bezahlte er dieFreuden der Tafel mit einem schmählichen Tod (69).

Flavius Vespasianus, dessen Truppen solches Strafge-richt übten, war von der Morgenländischen Armee mit dtinPurpur bekleidet worden, und verdiente seine Erhebung. Er ehrte

Senat, ließ von demselben sich die Gewalt bestätigen, beru-d'gte das Reich, verschönerte Rom, füllte die erschöpfte Schatz-kammer, und kriegte gegen die Juden, Parther und Brittenglücklich; zweifelhaft gegen die Bataver. Herrische Strenge, und"was engherzige Geldliebe sind jedoch Flecken seiner (neunjähri«g">) Regierung.

Dagegen erfreute TituS (79), sein Sohn, das Menschenge-schlecht durch die volle Liebenswürdigkeit einer schönen Seele.^">r zwei Jahre besaß er den Thron; noch waren sie durch na-El'wliche Unglücks fälle getrübt. Aber sie haben hingereicht, denZainen des Fürsten, welcher „den Tag für verloren achtete, andem er Niemanden'Gutes erwiesen," mit unvergänglicher Glorie

^ schmücke».

Sein rhm unähnlicher Bruder Domitianus (Sck ) ahmte