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j Unthätigkeit des Tyrannen erleichterte dessen Bestegung. Erstl als Constantinus sich der Hauptstadt näherte, ermannte jener sich> r«>n Streit, verlor eine Schlacht an der Milvischen Brücke undauf der Flucht sein Leben; worauf der Sieger unter dem Freu-denruf des Volkes in Rom einzog (312).
Im Orient herrschte jetzt Licinius, als Galerius Erbe undBesteger mehrerer Gegenkaiser. Die bisherige Eintracht zwischenlh»i und Co »sta »ti» us hörte nun auf. Jetzt vorzüglich kamdein letzter,! die Fahne des Kreuzes zu Statten. Es war einwirklicher Rel igio ns k a in p f, nach den Gesinnungen der Strei-^ teudeii und den angewandten Mitteln. In «inen, ersten Kriegerzwäng sich der abendländische Kaiser die Abtretung von Jlly-ricum, Dardanien, Macedonien, Griechenland undMvsieu; in einem zweiten bekam er Licinius gefangen, und1 ließ ihn todten (524) mit seinen Ministern und Generalen, wie-wohl er eidlich ihm Sicherheit versprochen.
R e l i g i o n s g e s ch. i ch t e.
Aeltere Religionsgeschichte.
Laßt uns, bevor wir Constantinus Geschichte weiter führen,einen Blick zurückwerfen auf die Entstehung, Ausbildung undden Charakter des von nun an welthistorisch wirkenden Christen-thums.
Die Religion, welche den Menschen g eg eb en, und so altUnter ihnen, als das menschliche Daseyn ist, mag wohl — ob2tdcim ein wirkliches oder symbolisches Wesen sey — als von^'"er Ihm, dem Stammvater des Geschlechtes, zu Theil ge-wordene» Offenbarung herrührend, dargestellt werden, ^b^'eie Offenbarung bestimmt und vollständig, ob sie einer weitemEntwicklung und Fortbildung bedürftig gewesen, ist eine kühne^nge, deren muthmaßliche Beantwortung verschieden ausfallen"'uß, je nachdem uns Adam mit den Zügen der vollendeten^^»schswit, oder mit jenen der Kindheit und des rohen Natur-