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Zustandes erscheint. In der Geschichte treten allenthalben dieVölker zuerst mit rohen Ideen auf, die nur allmälig geläutert,oft auch weiter verunstaltet werden, oder gar nur mit dunkel»Ahnungen, welche erst durch äußere Anlässe geweckt und entwi-ckelt, langsam in ein bestimmteres Bewußtseyn, oder lebhafteresGefühl übergehen, Aber bei aller Rohheit, bei aller Vertrust»^kling bleibt immer die Grnndanlgge kenntlich, welche, gleich einemschlafenden Funken, nur Anfachung und günstige Umstände heischt,um zur welterleuchtenden Flamine zu werden.
Ursprung der heidnischen Religionen.
Es ist unverkennbar, daß die erste Aufnährnng dieses Fun-kens von den Erscheinungen der Sinnenwelt herrühre. Früheerwacht — jedoch anfangs m hr bei solchen Erscheinungen, dieden gewöhnlichen Lauf der Natur unterbrechen, und vorzüglich b"der Erfahrung schreckender oder verderbender Kräfte — die Auf-merksamkeit des Menschen und das Gefühl seiner Schwäche. Er spähtnachderUrsach e jener Erscheinungen, undseine, dem später reifende»Verstand voraneilende-Ein b jldungskraft schreibt sie der will-kürlichen Thätigkeit mächtigerer Wesen zu. Furcht, so lehrtuns die Form der meisten noch rohen und selbst verschiedener,schon ausgebildeter Gottesverehrungen, Furcht hat zuerst desMenschen Gemüth erschüttert, und die religiöse Stimmung er-zeugt, welche, fortschreitend auf der einmal geöffneten Bahn, sichbald auch gegen die wohlthätigen Naturkräfte, und gegen diesemit stiebe und Dank, so wie gegen die drohenden mit Schrecke»und scheuer Bitte wandte; endlich aber, mit diesen hehren §>»-drücken dasjenige verbindend, was leise und heilig aus dem I»'«ersten des eigenen Herzens ihnen entgegen tönte, in jenen unbe-kannten Gewalten auch die moralischen Gebieter, so wie dieBeherrscher der Natur erkannte, und auf ihre geheimnißuplleMacht die kühne Hoffnung der Unsterblichkeit baute.
In allen alten Religionen ist solche Verehrung von Gegen-ständen, Kräften oder Erscheinungen der Natur (man heißt siemit einem allgemeinen, jedoch nicht bestimmt genug sie bezeich-nenden Namen Fett schmus) als Grundlage, und oft noch spä"