Claſſ. XL. v. Von Sonnen⸗Uhren. 1265
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Hernach von dem Mittelpuncten des Quadranten aus Edurch O einegerade Lmi ziehen: Als zum Exempel/ manwolte auffeinem ebenen Brettoder aufrechten Wand eine Sonnen⸗Uhr machen/ da die Polus⸗Hoͤhe zo.gr. z0. S hielte. So zaͤhlet man ſelbige auff den Quadranten von Gge-gen O. ab.
Damit man aber auch die Stunden auff dieſem Quadranten haben moͤ-ge/ ſo kan man von nach Weinen Zirckelbogen reiſſen/ und denſelbigen ing.gleiche Theil theilen darvon bedeutet jeder Theil eine Stunde. Dieſe kanman guch in halbe und viertel Stunden theilen/ und mit gewiſſen Punctenund Zeichen notiren.
Ferner erwaͤhlet man auff der Lini E Oeinen Puncten/ ohngefehr nachBelieben je nachdeme man die Sonnen⸗Uhr groß oder klein machen will/ſelbige iſt in der Figur bezeichnet mit P, machet alsdann von der obern LiniEH eine Winckelrechte⸗Lini von v herab durch b, ingleichem von der Neben-ſeite EG auch eint Winckelrechte von T durch b. und ziehet von p. eine rechteCreutz Lini/ daß dieſelbige den Quadranten bey K und Qanruͤhre/ wie in derFigur zu ſehen/ ſo iſt dieſes Fundament fertig.
Nachdeme man nun eineliegende Sonnen⸗Uhr machen wolte/ ſo wollenwir dem Haußmeyer Anweiſung geben:
Wie man mit einmal auffgemachtem und unverꝛucktemZirckel eine ligende/ und auch auffrechte Sonnen-Uhr machen ſolle.Fig.(C.)
1. Anfaͤnglich reiſſet man auff eine Ebene/ Papier/ Brett/ oder derglei-chen/ eine gerade Linit/ dieſelbige iſt in dieſer Figur bezeichnet mit lk.
2. Setzt hernach ohngefehr auff die Mitte dieſer Linie den PunctenN, und im Quadranten die Fg.(B.) mit einem Hand⸗Zirckel die Weite AB,ſetzt ſelbige auff die Linie 1X auß N. in Ound Q reiſſet alſo damit auß demMittelpunct K. unter die Linie I den halben Zirckel OP. G
3. Mit voriger Oeffnung des Zirckels ſetzt man von Qin V alſo auchvon Oin P. die Zirckelſpitzen/ macht auß Vund Pzween Boͤgen/ ſo einan-der im 2 durchſchneiden/ und ziehet von durch? eine lange Linie/ alſo daßdieſelbige IX Winckelrecht den vorigen halben Zirckel durchſchneide in b.Dieſes iſt in der Figur bezeichnet mit LM.
4. Setzt ferner die vorige Weite des Zirckels auß P auff den halbenZirckelbogen macht damit die beyde Puncten K und.
5. Nach dieſem ſetzt man den einen Fuß deß Zirckels/ alſo unverrucktinvoriger Weitt/ in X, und macht auff die Lini LM den Puncten X.
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