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Später bracht« Tr ajan Parthien dem Untergang nahe. Mitden Waffe» in der Hand drang er den gebeugten Partbern einenKönig nach seinem Willen auf, und behielt die Länder bis anden Tigris für sich. Nach seinem Tod huldigte» die Partherdem alten König wieder, welchen Trajan vertrieben, und Ha-drians Mäßigung bestimmte abermals den Euphrat zurGrenze. Dennoch erholte das Reich sich nicht. Die Grundmän-gel der Verfassung und die Ausartung der herrschenden Familieverhinderten es. Parthien war seiner Auflösung nahe; aber eineunerwartete Revolution gab ihm Kraft und Fruchtbarkeit wieder.
Mittlere; Persisches Reich.
Unter der Regierung des Kaisers Alexander SeveruSerhob gegen Artabanus IV. der Perser Ardschir Babecan(ArtaxerxeS) die Fahne des Aufruhrs; entsprossen aus derHefe des Pöbels, und im Ehebruch erzeugt nach Einigen, nachAnderm ein ächter Nachkomme des alten Persischen Königsstam-mes. Er selbst, als das Glück seine Empörung begünstiget, undihn durch den Gewinnst einer dreitägigen Schlacht, worin Ar«tabanns fiel, auf den Thron gesetzt hatte ( 226 ), nahm den Stolzund die Sprache, auch den Titel des „Königs der Könige"an, und erklärte sich für berufen, die Religion und das Reichdes Cyrus in ihrer alten Herrlichkeit zu erneuen. Fünfthalb-hundert Jahre gebot sein Stamm (die Sassan iden) über Mit-telasien, bis auf die Zeiten der Arabischen Herrschaft.
Artaxerxes, ungeachtet die Satrapen und der zahlreiche Adel,und dessen herrisches Verhältniß zum leibeigenen Volke, blieben(im Grunde eine polnische Verfassung), 'erdrückte doch mit star-ker Hand den Geist der Empörung, so wie die einzelnen Resteder griechischen Freiheit, und tilgte durch Wiederherstellungvon Zoroasters Lehre den Samen gefährlicher Parteiung.
Und mit der ganzen Macht seines großen, nenbegeistertenVolkes stürzte jetzt Artaxerxes über die Römer. Eine stolze Ge-sandtschaft hatte zuvor in übermüthigem Ton die Rückgabe allerLänder gefordert, welche einstens in Asien und Afrika zu Da-