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Dritter Band. Neuere Geschichte.
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— wegen des fortwährend guten Wetters von ihm die stille oderfriedfertige See genannt — segelte er 5 Monate und 20 Tageohne Land zu erblicken. Endlich gelangte er zu den Lad koni-schen Inseln, und hierauf zu den Philippinen, auf deren ei-ner die Eingeborenen ihn erschlagen. Aber die Reise ward fort-gesetzt unter andern Anführern. Die Spanier landeten zum Er-staunen der Portugiesen auf Tidore, einer der Molukken (8.Nov. (1521). Von hier aus kehrte das einzige Schiff, welchesdie See noch zu halten vermochte, auf der von den Portugiesengeöffneten Straße, um's Kap der guten Hoffnung nach Spanienheim, und erreichte St. Lucar am 7ten Sept. 1522, drei Jahreund 28 Tage nach der Abfahrt von Sevilla.

Aber die Portugiesen widersetzten sich dem Handel der Spa-nier mit den .Molukken; die Spanier dagegen vermeinten, dieInseln lagen schon außerhalb der vom Papst für Portugal gezo-genen DemarkalionSlinie. Nach verschiedenen Unterhandlungenverkaufte endlich Karl V. an Portugal seine Ansprüche auf dieMolukken; die Philippinen dagegen blieben im spanischen Be-sitz, und bald ward zwischen ihnen und Mexiko ein regelmäßigerVerkehr gegründet.

Fortsetzung der Entdeckungen. Aufsuchung einer nähern Fahrtnach Indien.

Von den Hauptniederlassungen der Spanier in Nord undSüd des neuen Welttheils schritt natürlich die Entdeckung fort indie angränzenden Länder. Also ward von Neuspanien oder Alt-mexiko aus das reiche Gebiet von Neumexiko und Neuna-varra entdeckt (um 1583). Von Peru aus ward Chili, trotzder Tapferkeit seiner Bewohner, allmählig bezwungen, und dieStadt St. Jago — Sitz der Gewalt — erbaut (von 1541 —1550). Schon früher, auf einem Entdeckungszng, welchen Gon-zalo Pizarro von Ouito aus über die Anden gethan, wardvon ihm selbst vieles Land der Terra ferma, von Orellanaaber, der ihn treulos verließ, auf einem schwachen Boot dasUferland des Napo, der sich in den Marannon mündet, undweiter dieser Marannon selbst bis zu seinem Ausfluß in's Atlan-tische Meer, 1500 Stunden Weges entdeckt.