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Dritter Band. Neuere Geschichte.
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gedient, erschienen sie «dermal in Teutschland. Der Nieder-sächsische Kreis empfing die gefährlichen Beschützer. Aber nocheinmal siegte Till» bei Loo (6. Aug. 1624), worauf kein Feindmehr wider den Kaiser in Waffen stand. Auch Bethlem Ga-bor von Siebenbürgen erneuerte, durch einige Abtretungenbeschwichtigt, den Frieden. In dem Krieg wider ihn hatten je-doch die tapfern Feldherren deS Kaisers, Boucquoi und Dam-pierre, den Tod gefunden.

Abermals stand in der Macht deS Kaisers, einen billigenFrieden zu schließen. Er — aus Rachsucht und Glaubenseifer--versagte Teutschland und der Welt diese Wohlthat, und be-drohte durch seine kriegerische Stellung den Rechtszustand der Pro-testanten. Niedersachsen zumal, woselbst die evangelische Par-tei vorherrschte, erkannte diese Gefabr, bewaffnete sich und erkorzum Kriegsobersten den König Christian IV. von Dänemark(1625), einen jugendlich thatkräftigen Fürsten, während auchEngland — nun endlich zur werkthätigen Unterstützung deSPfalzgrafen entschlossen — und F ankreich, dessen Staatsruderjetzt der einsichtsvolle Kardinal Richelieu lenkte, eine gegenOestreich feindliche Stellung nahmen.

Der Kaiser, der bisher fast nur mit Liguistischen Truppenden teutschen Krieg geführt, trat endlich mit einem eigenen Heereauf. Der Graf Albrecht von Wallen st ein, ein böhmischerEdelmann, hatte es aus eigene und seiner Freunde Rechnung ge-worben, und unterhielt es ohne Belästigung Oestreichs auf Un-kosten der Länder, worin eS hauste. Unter den vielen heroischenGestalten, welche der dreißigjährige Krieg hervorrief, ist Wallen-stein eine der größten. Ein Geistesblick zum richtigen Erschauen,ein Muth zum kühnsten Wagen, ein Wille zum beharrlichstenund unbeugsamsten Erstreben war durch die Natur ihm verliehen»daS Glück that seine reichsten Spenden dazu, und die Umständeriefen die gedoppelte Kraft auf ein unermeßliches Feld des Wir-ken-. Was wir an ihm erkennen, Gutes und Böses, ist groß,und wird noch imposanter durch das geheimnißvolle Dunkel, wel-ches die Hauptmomente seines Lebens umgibt.

Nicht lange hielt sich der König von Dänemark gegen dennun überlegenen Feind. Wallenstein schlug ManuSfeld bei der