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Dritter Band. Neuere Geschichte.
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erobert, die Herzoge dieses Landes zur Strafe für ihren Bundmit Dänemark von dem Kaiser in die Acht erklärt, und Wa Neu-ste in mit Meklenburg belohnt worden. Der Stolze — durchdes Kaisers Dankbarkeit auch zum Herzoge von Friedland undSag an erhoben — träumte bereits von Eroberungen jenseits desMeeres. Doch prallten von den Mauern Stralsunds seineKräfte ab; er mußte seinen Abzug nehmen, nachdem er in frucht-losen Stürmen 12,000 Streiter eingebüßt (1628).

Der Kaiser, auf den Rath der Jesuiten, erließ jetzt das be-rüchtigte Restitution sedikt, und wurde dadurch der Urheberdes jetzt, nach bereits elfjähriger Verwüstung, von neuem sich er-hebenden, noch schrecklichern, neunzehnjährigen Krieges.

Zwar dem ^Buchstaben des bloß äußern und geschriebenenRechts, nämlich des damals als Grundgesetz geltenden Augs-burger Religionsfriedens (1555), lief das Restitutionsediktnicht eben zuwider. Es hob die Religionsübung der Reformir-ten in Teutschland auf: — der Religionsfriede hatte bloß denLutherischen die Kirchenfreiheit gewährt.— Es befahl die Zu-rückstellung aller seit dem Passauer-Vertrag (von 1552) durchdie Protestanten eingezogenen oder von ihnen besetzten mittelbarenoder unmittelbaren Stifter: — der geistliche Vorbehalt, diewichtigste Klausel des Neligionsfriedens, besagte nicht anderes.Endlich erklärte das Restitutionsedikt, daß katholische Landesher-ren an >,er in ihren Ländern vorzunehmenden Reformation nichtsollten gehindert, und ihren protestantischen Unterthanen bloß dieFreiheit der Auswanderung sollte gewährt werden: — abermalsbloß die Wiederholung desjenigen, was auch der Neligionsfriede,traurig genug! und zwar in Ansehung beider Confessionstheile,verfügt hatte.

Allein in schreiendem Widerstreit mit dem ewigen, natürli-chen Recht war das Edikt, was den ersten und dritten der auf-gezählten Punkte betrifft, und wenigstens höchst unpolitisch inRücksicht des zweiten. Es war nicht wenig, was man herausge-ben sollte. Zwei Erzbisthümer, zwölf Bisthümer und eine un-gezählte Menge reicher Klöster, Abteien u. f. w. befanden siehdarunter. Die herrlichen Länder und Schätze dieser Stifter warenfür mehr als einen Reichsstand der Hauptantrieb zur Reformation,