rrn von alle» Seiten laute Beschwerden ertönt Lder Wallenstein-gewaltthätiges Verfahren. Gegen ihn, dessen Herrscherton diestolzen Fürsten empörte, erhoben sich gleich heftig die katholi»scheu wie die protestantischen Stände, am heftigsten der Kur-fürst Maximilian von Baiern. Ferdinand, bestürmt mitVorwürfen und Klagen, dankte sofort achtzehntausend Reiter ab,von welchen nun die Meisten Dienst beim Feind nahmen, undden Feldherrn, durch welchen allein er gewaltig war. Bald be-reuete er es. ,
Als Gustav Adolf (24. Jun. 1630) mit 15,000 Mann aufder Insel Rügen, und gleich darauf an der PommerschenKüste, landete, hatte noch nicht ein Fürst mit ihm Bündniß ge-schlossen. Mit dem Schwert erst und durch Triumphe konnte erVerbündete sich erwerben. Also that er mit Herzog Bogis-lav XlV. von Pommern. In Jahresfrist waren die Kaiserlichenaus allen Festen Pommerns und Meklenburgs vertrieben,und das letzte Land seinen Fürsten zurückgegeben, welche nun anihrem Erretter mit dankbarer Treue hingen. Schwerer gelangstGustav zur Allianz der Kurfürsten von Brandenburg und vonSachsen. Der erste, Georg Wilhelm, konnte erst durch dieBerlin angedrohte Plünderung bewogen werden, des KönigsBündniß anzunehmen. Noch weniger geneigt dazu war Johau»Georg von Sachsen. Im Herzen nährte dieser den stolzenPlan, zwischen dem König und dem Kaiser eine dritte Macht,als Haupt der Protestanten, zu bilden, und beiden furchtbar z»seyn. In dieser Absicht berief er einen Konvent der evangelische»Stände nach Leipzig (1631, 16. Febr.), und es kam auf dem-selben der Schluß zu Stande, daß man mit Schweden sich nichtverbinden, wohl aber den Kaiser gemeinschaftlich zur Zurücknahm*des Restitutionsedikts und zur Entfernung seiner Truppen ausso^dern, zur selbsteigenen Vertheidigung aber ein Heer von 40,Mann versammeln wolle.
Eine schreckliche Katastrophe führte die Sachen der Entsclstödüng näher. Während die großen Fürsten zagten, hatte die Stab*Magdeburg mit Schweden den Bund geschlossen. Gegen dieftStadt zog jetzt mit großer Macht Lilly, nunmehr der obersteBefehlshaber der kaiserlichen wie der baierischen Truppen. Dst