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Parma und Piacenza für seinen eigenen Sohn Piero Lodo-t'icv errichtet. Der Sohn deS neuen HerzogS war OttavioFarnese, welchem Karl V. seine natürliche Tochter, Marga-tetha, vermählte, wodurch die Herrschaft befestigt ward. Sie8>ng nach Ottavio's vierzigjähriger Verwaltung an seinen großenSohn, Alessandro Farnese, über, dessen glänzende Thatenals Feldherrn K. Philipps II. die allgemeine Geschichte erzählt.
Auch der herzogliche Stuhl von Florenz wurde meist durchdes Papstes Hilfe erbaut. Zwar hatte der Mediceer edles Hausaus den Tugenden seines Stifters, Cosmus, des Vaters desVaterlandes, den Anspruch der Herrschaft geschöpft, undLoren z o,dessen vortrefflicher Enkel, gegen den feindseligen Papst S ix-tus IV. sich in der Herrschaft behauptet. Aber schon der Sohndes letzten wurde vertrieben, und die Form der Republik wiederhergestellt. Als aber in den schlechtgeregelten Freistaat die Wuthder Parteien große Zerrüttung brachte, so gelang es dem PapsteJulius II., die Brüder Piero's, Julian und Johann, durchWaffenmacht in die ehevorige Gewalt ihres Hauses wieder einzu-setzen. Von diesen Brüdern bestieg sodann Johann selbst, unterdem Namen Leo X., den päpstlichen Stuhl, und befestigte durchseinen vielvermögenden Einfluß Julians und, nach dessen Tod,Lorenzo's, seines Neffen (von Piero), monarchische Gewalt.
Für diesen Lorenzo hat Nicolo Macchiavelli seinberühmtes Buch „der Fürst" geschrieben. Die böse Kunst, eineHerrschergewalt zu erlangen, zu behaupten und auszubreiten, wirddarin mit Meisterzügen geschildert.
Doch Lorenzo war nicht vergönnt, die gefährlichen LehrenP^acchiavell's in Ausübung zu setzen. Er starb im 27sten JahreIstiies Alters (1519). Mit ihm erlosch die eheliche Nachkommen-schaft des großen Cosimo. Der Kardinal Julius, ein natür-licher Sprößling, erhielt jedoch mit kaiserlicher Hilfe in Florenzdas Ansehen des Hauses, Derselbe, als er Papst ward, als sol-cher Clemens VII. genannt, anfangs Feind des Kaisers, schloßÜblich einen B„„d mir ihm wider die Freiheit von Florenz.
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(ode
kssandro Medicis, natürlicher Sohn des jünger» Lorenzo
des Papstes selbst) sollte Herr der Republik werden. Des
Kaiserz
natürliche Tochter war ihm vermählt. Vergebens war