die Pforte. Schon 1684 hatte die Republik eine Allianz mit demKaiser geschlossen, und ihre Waffen nach Dalmatieu und nachMorea getragen. Ihr Feldherr, Morosiiii, eroberte nach undnach die ganze, an natürlichen und künstlichen Festen reiche, Halb-insel, auch Korinth, Athen »nd niedreres Andere.
Der Sultan Mohammed IV. büßte das Unglück seinerWaffen mit dem Verluste des Reiel s. Eine Empörung der Sol-daten brach gegen ihn aus. Sein Bruder, Solyman Ul., ausdem Gefängnisse des Serails hervorgeholt, wurde zum Padischahausgerufen (1687); Mobainmed wandert« in Solpmaus Kerker.Der neue Großmessier, Kiuprili Mustapba, war etwas glück-licher im Felde. Auch unter Achmed H., Solpmans Bruderund Nachfolger (1691), schwankte der Sieg, bis ihn der Mark-graf Ludwig von Baden, des vortrelstichen Herzogs Kar! vonLothringen gleich vortrefflicher Nachfolger im Heerbesebl, durchdie glorreiche Schlacht bei Salankeinen (19. Aug.) von neuemfesselte.
Auf Achmed II. fl695) folgte Mustapba lk., des unglück-lichen Mobammeds lV. mntbigcrer Tobn. Derselbe, den altenSultanen nacheifernd, übernahm persönlich den Heerbesebl. Aucherkämpfte er wiederholten Sieg, und hielt Oestreich so lange dieWaage — der Markgraf Ludwig stritt jetzt am Rhein gegenFrankreich — bis der jugendliche Held, Prinz Eugen von Sa-vohen, bei stenta (1697, 11. Sept.) die Türken fast zur Vernich-tung schlug, und tief iu Bosnien drang.
Säwn früher hatte der russische Czaar, Peter, den KriegM dem Land Zwischen Duieper und Don mit Nachdruck fort-setzend, die Tartaren und Türken geschlagen, und Aslvv«robert. -
So viele Unfälle hengten de,l Stolz der Pforte. Sie nahmjetzt gern die Vermittlung der Seemächte an. und schloß zu Car-ton),; (1699, 26. Jan.) Frieden aus süns>mdzwan;ig Jahre.
Vermöge desselben behielt der Keiner Siebenbürgen, Sla-vonien und die LandWast Batschka zwischen Donau undTheiß; den Türken blieb Teines war mit dem Land von derIkaros bis an die Donau. Tökelp mit seinen Anhängernsollte nimmer nach Ungarn zurückkomme».
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