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pfang. Die braven Catalonier, welche Karln, den sie liebten,getreu waren, überließ der Friede schutzlos ihrem erzürnten FeindePhilipp V. Derselbe, nachdem er das ganze Land und endlichauch Barcellona nach dem verzweiflungsvollsten Widerständebezwungen, vertilgte, ohne Einsprache der Mächte, alle Verfas-sungsrechte Cataloniens, Valencia's und Arragoniens,nach dein Eroberungsrecht.
Auch das Gleichgewicht der Macht, dieses große Gesammt-interesse, wurde schlecht gesichert durch den Frieden von Utreckt.Gegen Frankreichs oder Spaniens Präponderanz sollte die eidlicheVerzichtleistung der Bonrbonische» Linien auf wechselseitiges Erb-recht die Gewährleistung seyn. Man vertraute abermals, unbe-lehrt durch die nächst vorgegangenen Erfahrungen, die Ruhe Eu-ropa's, die Selbstständigkeit der Staaten, das Palladium allesöffentlichen Rechtes, das Gleichgewicht — dem Eidschwur ei-nes Königs!
Endlich enthielt der Friede durch seine Unbestimmtheit in meh-reren wichtigen Punkten, .besonders in Ansehung der Kolonienund des Handels, so wie durch engherzige Verfügungen in andern,den Keim neuer Gehässigkeiten und schwer zu schlichtenden Streites.
Der große nordische Krieg. Karl XII.
Während der Krieg über die spanische Erbfolge fast alle Län-der des südwestlichen Europa's verwüstete, ja noch länger undschrecklicher, brannte auch im Nordosten des Welttheils eine an-dere, gleich weit.verbreitete Kriegsflamme. Beide Kriege zusam-men veränderten die ganze Gestalt von Europa; der eine endigteFrankreichs Präponderanz, der andere jene Schwedens; doch'erholte Frankreich sich in Kurzem wieder, Schweden nie mehr;um beide herum aber entstehen, dort durch Spaniens Zerstücke-lung und durch die Stellung seines Bourbonischen Regentett-stammes, hier durch die Civilistrung Rußlands ganz neue undvielfach verschlungene Verhältnisse.
Der Friede von Oliva, welchen Schweden nach KarlsX-Tod mit Polen geschlossen ( 1666 ), so wie die demselben fastgleichzeitigen Friedensschlüsse zu Koppenhagen und Eardis