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Dritter Band. Neuere Geschichte.
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mit Dänemark und Rußland, ballen Schweden eine furcht»bare Stellung gegen alle seine Nachbarn gegeben. Karl Xl. (ißggbis 1697) schwächte die Aristokratie und stärkte den Thron durchWiedervereinigung der von seinen Vorfahren verschleuderten Reichs-domänen. Auf einem Reichstag (1682) wurde die Erblichkeit derKrone auf die weibliche Linie ausgedehnt und den königlichen Rech-ten eine bedeutende Erweiterung gegeben.

Der Sohn dieses Königs und der dänischen Prinzessin Ul-rike Eleonore war Karl XU. Er zählte 15 Jahre, als seinVater starb (1697). Aber bald setzte er die Welt in Erstaunen,durch eine plötzlich entfaltete Kraft des Geistes und des Muthes,die, wäre sie von Klugheit gelenkt gewesen, ihn zum größtenKrieger, und, wenn von Humanität und Bürgerfreundlichkeit be-gleitet, zum trefflichsten König würde gemacht haben. Den letztenRuhm jedoch verschmähte er in seinem soldatischen Uebermuth, undauch des ersten ward er beraubt durch Vermessenden und Starrsinn.

Zwar nicht angereizt trat Karl auf den Kampfplatz. Dreibenachbarte Monarchen, die Jugend Karls XII. verachtend, grif-fen gleichzeitig seine Staaten an, und entzündeten also den, baldüber ibre eigenen. Reiche und über den ganze» Norden sich aus-breitenden Brand, die Könige von Dänemark und Polen undder Czaar von Nußland.

In Dänemark hatte derselbe König Friedrich III., wel-cher in den Friedensschlüssen zu Roeskild und Koppenhagen(1658 lind 166N) so große Einbuße gegen Schweden erlitten,solches Unglück durch Eroberung.über seine eigenen Stände reich-lich ersetzt. Auf dem Reichstag von 1660 vereinigten sich dieBürger und die Geistlichkeit mit dem König zur Herabsetzung desübermüthigen Adels, und glaubten ihr Heil zu finde» in der Er-höhung der Königsmacht. Also beschlossen sie, der Thron sollezum Erb thron für die männlichen und weiblichen NachkommenFriedrichs IU- erklärt, und die drückenden Kapitulationen (Hand-festninge) sollten aufgehoben seyn. Eine sehr günstig für den Kö-nig abgefaßte Souverän etätsakte (I66l) und das später ver-kündete Königsgesetz (1665, 1670) befestigte und vervollstän-digte diese wichtige Umwälzung, wodurch gegen die Absicht derStände nicht nur der Adel, sondern auch der Bürgerstand und