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Dritter Band. Neuere Geschichte.
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die Geistlichkeit um alle politischen Rechte gebracht, der Reichs-tag, wie der Reichsrath abgeschafft, und eine monarchische Auto-kratie in Dänemark und hiernächst auch in Norwegen ein-geführt ward. Das Volk Dänemarks und seine Nachbarn erfuh-ren in vielem Kriegsdrang, welcher durch unnöthige und unge-rechte Unternehmungen K. Christians V. über sie kam, den Fluchder Willkürherrschaft. Der Sohn und Nachfolger Christians V.,Friedrich IV. (1699 — 1730), setzte dieselben Entwürfe, zumalgegen das ihm blutsverwandte Hans Holstein-Gottorp, wel-ches seine in wiederholten Traktaten, zumal in jenem von Altona1689 anerkannte souveräne Macht sorgfältigst hütete, fort. Derjunge Herzog von Holstein, Gemahl einer Schwester Karls XII.,gedrängt durch den dänischen König, floh nach Stockholm,worauf Friedrich IV. sich gegen Holstein und Schweden mit demKönig von Polen und Kurfürsten von Sachsen, Friedrich August,verband.

Friedrich August hatte über seinen Mitwerber, den Prin-zen von Conti, theils durch Gold, theils durch drohende Rü-stung , den Sieg errungen (1697). Die Mehrheit der feilen Ed-len erwählte ihn zum Nachfolger des vortrefflichen Johann III.Sobiesk», welcher das von den Türken belagerte Wien geret-tet, und überhaupt glorreichen Krieg gegen die Pforte geführt hatte.Vor Johann Sobiesky hatte der schwache Michael Wiesno-wiecky (1669 — 1673) gleich unglücklich, als rühmlos *die Wahl-krone getragen. Derselbe war der Nachfolger Johann Casimirs,des letzten Prinzen aus dem Hause Wasa, welcher den Friedenvon Oliva mit Schweden geschlossen, und später aus Unnmthüber vereitelte Plane die Krone niedergelegt hatte (1668>. Fried-rich August erhielt im Frieden zu Carlowiz (1699), als Fruchtvon Sobieskps Siegen, von der Pforte Alles zurück, was dieselbegegen Michael gewonnen. Nunmehr schien die günstige Zeit ge-kommen zur Wiedereroberung Lieft ands. Friedrich Augustgriff es an, ohne Kriegserklärung (1700, Febr.). Mit ihm ver-bündet war außer dem dänischen König auch der Czaar Petervon Rußland.