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Krieges einen seiner Feinde, den König von Dänemark, be-siegt, nnd zum Frieden gezwungen. Friedrich IV.war in Schles»wig gebrochen, nnd belagerte Tönn in gen (1700, März). Aberwährend die Truppen der Freunde Gottorps von allen Seitenherbeieilten, vereinte Karl Xll. seine Flotte mit jener der See-wächte, griff Koppen Hagen zu Land wie zu Wasser an, nndh'ktirte zu Travendahl (18. Aug. 1700) den Frieden, wodurchher Altonaer-Vergleich erneuert, und von Dänemark dasVerspreche» gegeben ward, den Herz. v. Gottorp zu entschädigen,U»d den Feinden Schwedens keine Hilft zu leisten.
Am 8. Mai hatte Karl XU- Stockholm verlassen, um soGlorreiches wunderschnell zu vollbringen. Nie mehr kehrte er da-hin zurück. Von diesem Augenblick war er bloß Soldat.
Inzwischen hatte K. August von Polen Riga belagert,ftdoch ohne Erfolg. Bevor Karl über diesen vorzüglich gehaßtenFeind herfiel, gedachte er den Ezaar Peter zu schlagen, welcherWit starker Macht in Inger mann land eingefallen war, undVarwa belagerte. Mit achttausend Mann eilt der SchwedischeKönig seinen, übrigen Truppen voran, und stürzt auf die Heeres-wasse von 80,000 barbarischen Streitern (20. Nov.). Nie warkin Sieg vollständiger als der Schwedische bei Narwa über denZehnmal stärker» Feind. Viele tausend Russen wurden erschlagen,Wle übrigen gefangen.
Aber Karl, vielleicht wähnend, mit dem einzigen großenschlag die Russen sich unschädlich gemacht zu haben, verfolgtefeine» Sieg nicht, sondern zog jetzt gegen Polen.
An den Ufern der Düna wurde König Augusts sächsischesHeer geschlagen (1701, Jul.), worauf der schwedische König ganzTiefland und Kurland einnahm, in Litthauen und baldherauf auch in Polen drang.
Dieses unglückliche Reich war schutzlos durch die Fehler sei-"kr Verfassung. Die Nation hatte keinen Willen und keine Kraft.Vie Adeligen, welchen allein ein politisches Recht zustand, hat-nicht die Erhaltung des Vaterlandes, nicht dessen Vertheidi-gegen den äußern Feind zum Ziel ihres Strebeus, sonderndie Bewahrung oder Vermehrung ihrer persönlichen Freihei-W und Vorzüge gegen die stets gefürchteten Eingriffe des Königs.