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kau geheftet, und nahm dahin hei der Annäherung des Frühlingsseine Richtung, vorerst die Stadt Pultawa angreifend, woselbstgroße Magazine der Russen waren (1769, März). Sein Heer,e»ich durch Zaporogische Kosaken verstärkt, zählte noch mehr"ls 30,000 Streiter.
Von, März bis zum Juni'us sehte Karl vergebens seine An-griffe auf das wohlverwahrte Pultawa fort. Endlich erschiender Czaar mit mächtigen Heerscharen zum Entsahe der Stadt.Der König griff ihn an (27. Juni). Aber trotz der heldenmüthig-sten Dahingebung der Schweden, trotz ihrer Kriegskunst und ihresBönigs ungebeugter Seeleukraft, erlagen sie dem gleichfalls wohl-geführten, muthigen und für die höchsten Interessen streitenden,dabei durch Ueberzahl an Menschen und Geschütz und durch gün-stige Stellung weit stärker» Feind. Nach zwei blutigen Stunden,worin gegen 10,000 Schweden gefallen, entstand allgemeine Flucht.Der König jagte mit Mazeppa und einem kleinen Gefolge demDnieper zu, welchen er mit Noth übersetzte, und weiter durchdie Steppe in's Türkische Gebiet. Löwen Haupt aber, wel-cher mit dem Rest des Heeres, 14,000 Mann stark, an die Uferdesselben Stromes geflohen, ergab sich mit all' den Seinen gefan-gen an den Fürsten Menczikow, der mit nur 9000 Streiternihn ereilt hatte (1. Juli).
Also ward Karls XII. gewaltige Macht zernichtet. Von al-len seinen Schaaren blieben ihm noch einige hundert Mann, nackteBegleiter auf seiner trostlosen Flucht. Seine besten Generale,§"ch der Reichskanzler P. Graf Piper, waren gefangen, die un-ermeßlichen Vorräthe und Rüstungen waren dahin, dahin deristuf seiner Unüberwindlichkeit und das Selbstvertrauen der schwe-dischen Krieger. Der K. von Dänemark und der Kurfürst vonYachsen erneuerten ihre Allianz, und ermuthigten sich jetzt zumFriedensbruch. Mehrere andere Mächte, früher durch Schwedensdlebermuth beleidigt, schienen bereit zur Rache.
Aber Karl, der Flüchtling in Bender, träumte noch immer
Entthronung des Czaars. Die Pforte, theils wegen eige-ner Beschwerden, theils durch Karls Unterhandlungen bewogen,^klärte Rußland den Krieg (1710, 21. Nov.). Der Czaardrcich j„ Moldau und in die Walachei; aber die Türken,