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Dritter Band. Neuere Geschichte.
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Korsaren mußten die Stelle von Kriegsflotten ersehen; zur Bestrei-tung solcher Rüstungen aber ward eine schlechte Münze geschlagen;beinebens erdrückten die härtesten Naturallieferungen das erschöpfteVolk.

In so verzweifelter Lage lächelte »och einmal der HoffnungSonne dem unverzagten König. Die Zwietracht keimte auf unterseinen Feinden. Czaar Peter besetzte Mecklenburg (17l6, Lkk.),dessen Herzog er den Tausch dieses Landes gegen liefländische oderkurländische Besitzungen antrug (1717). Den Alliirten schien mitRecht bedenklich, daß Rußland festen Fuß auf teutschem Bodenfasse, und sofort wandten sie dorthin mehr als nach Schwedenihren eifersüchtigen Blick.

Der neue Vertraute Karls XII., Baron von Görz, bauteauf solche Zerwürfniß den Plan zur Wiedererhebung Schwedens.Der König sollte mit dem Czaar sich aussöhnen, und im Bundemit ihm seine übrigen Feinde erdrücken. Allernächst sollte derBund gegen den König Georg von England gerichtet seyn, al-so der Prätendent unterstützt werden. Man reichte daher demKardinal Alberoni, Spaniens kühnem Minister, unter dessenvielumfassenden Entwürfen die Entthronung Georgs ein Haupt-punkt war, die Hand. Die frühe Entdeckung dieses Planes undder Sturz Alberoni's vereitelten das Unternehmen. Dennoch gabElörz seine große Idee nicht auf.

Aber das Schicksal trat in die Mitte. Karl Xll. war amEnde seiner Rolle. Denn als er zur Jnswerkrichtung des Ver-abredeten mit den gesammelten letzten Kräften des Reichs einenEinfall in Norwegen that (1718, Aug.), und nach einem müh-samen Marsch die Stadt Friedrichshall belagerte, so traf den^"glücklichen in nächtlicher Stunde der Tod in den Laufgräbenvor dieser Feste (ll. Dez.). Die Kugel, die ihm durch die Schläfefuhr, scheint von schwedischer, nicht von Feindes-Seite ge-wannen zu sevn.

Augenblicklich wurde die Belagerung eingestellt, und der Rück-! beschlossen. Der Erbprinz Friedrich von Hessen,

! beleben Karl XII. mit seiner jünger» Schwester, Ulrike Eleo-

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