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Dritter Band. Neuere Geschichte.
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schuldig. DaS Urtheil ward dem Prinzen öffentlich verkündet,

«»d er starb den Tag darauf (7. Juli 1718.) — an den Folgender Nerven-Erschütterung, welche er dadurch erlitt, sagten dieEinen; an Gift oder durch Eisen, behaupteten Andere.

AlexiS hinterließ einen Sohn, Peter, welchen ihm seineGemahlin, eine Prinzessin von Braunschwvig Wolfenbüt-tel, geboren 1715. Die beiden Söhne des Czaars Peter, auszweiter Ehe, starben in d.w Kindheit; aber er hinterließ von Ka-tharinen eine Tochter, Elisabeth, welche an Herrschergeist ihrerEltern nicht unwürdig schien.

Die Ansprüche dieser Abstämmlinge jedoch sowohl als jeneseines Bruders wurden niedergeschlagen durch das Thronfolge-geseh, welches der Czaar kurz nach Annahme seiner Kaiserwürdein der Fülle der Machtvollkommenheit erließ 1722, 5. Febr., unddurch angeordnete, allgemeine Beschwörung befestigte. Dieses Ge-seh, die Vollendung der despotischen Gewalt, ertheilte dem jedes-maligen Kaiser das unbedingte Recht, seinen Thronfolger nach >Belieben, und zwar frei widerruflich, wie bei einer privatrechtlichtestamentarischen Einsetzung, zu ernennen; eine unglückliche Be- sstimnmng, von welcher den gerade dainals etwa möglichen Nutze»

Er selbst versäumte, und deren naturgemäß böse Früchte mehrals eine Generation seines Volkes empfand.

Der Ezaar Peter starb den 8. Hornung 1725, ohne eine»Thronfolger ernannt zu haben, demnach die Fortsetzung seiner E»t-würfe und das Schicksal des ganzen Reiches dem Sturme allerLeidenschaften und dem baren Zufalle preisgebend.

Geschichte von Ludwigs XIV. Tod bis zum östreichi^scheu Successionskrieg.

Ludwigs Xlv. Tod. Der IanseniSniliS. Künste und Wissenschaften.

K. Ludwig XlV. starb am 1. Sept. 1715, nach einer 72 jäh-rigen Regierung. Trotz der gehäufte» Unfälle, welche die letztePeriode seiner Herrschaft trübten, hatte er doch das Haupt»^