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Dritter Band. Neuere Geschichte.
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»echt. Schon waren gegen das Ende des vorigen Zeitraums ei-uige treffliche Schriftsteller aufgestanden, in edlen Meisterwerkenden Reichthum und die Anmuth der reineren französischen Spra-che verkündend. Jetzt erhoben sie sich in solcher Menge und insolchem Glanz, daß Ludwigs XlV. Zeit eine wahrhaft klassischeward, jenen, welche Perikles, Augustus und die Mediceerhervorriefen, an Herrlichkeit gleich.

Der Kardinal Alberoni- Die Triple- und Huadruple-Allianz.

Nach Ludwigs XlV. Tod fiel die Krone auf seinen Urenkel,he» fünfjährigen Knaben Ludwig XV. Der in seinem Hausehöchst unglückliche Monarch hatte von seinen ehelichen Söhnenu»r einen groß gezogen, aber auch diesen hoffnungsvollen Dau-phin, dann seinen ältesten Enkel, den Herzog von Bourgogne,Und dessen Erstgeborenen, den H. v. Bretagne, endlich auch sei-nen dritten Enkel, den Herz. v. Berrp, mit »och viele» Seiten-»erwandten sterben sehen, also daß — außer dem spanischen Kö-nig Philipp V., welchen der Utrechter Friede von der französi-schen Thronfolge ausschloß — jener schwache Sprößling allein»och von seinen legitimen Abstämmlingen erübrigte.

Der H. v. Maine, ein natürlicher Sohn Ludwigs, wurdevon demselben zum Erzieher des unmündigen Thronfolgers be-stimmt. Philipp, Herz. v. Orleans, des verstorbenen Königs^effe, sollte Präsident eines Regentschaftsrathes seyn. Aber dasParlament ernannte ihn zum alleinigen Regenten, Ludwigs XlV.setzte» Willen zernichtend. Der H. v. Orleans, ein talentvol-le, staatskluger, aber moralisch verderbter Mann, war, woferne^önig Philipp V. seiner ^Entsagung getreu blieb, der nächste An-wärter des Thrones, worauf der kränkliche Knabe Ludwig XV. saß;»hne den Frieden von Utrecht wäre es K. Philipp gewesen.Hieraus entsprang bei dem Herzog Regenten ein hohes Interesse,>e»e„ Freden zu behaupten, bei dem König v. Spanien das ent-^geugesetzte, ihn zu umgehen; und die Politik der beiden Staa-l» erhielt durch diese persönlichen Interessen eine von den Be-schwinge» der Utrechter Friedenskünstler weit abweichende Richtung.

Denn es suchte jetzt Frankreich den Beistand derjenigen Mächte