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Dritter Band. Neuere Geschichte.
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gegen Spanien zu gewinnen, welche die innigste Verbindung Sp^nieus und Frankreichs erwartet und gefürchtet hatten, und estrat kein gefährlicherer Feind gegen den Regenten Frankreichsauf, als sein natürlicher Bundesgenosse, der Bourbonische Kön'svon Spanien.

Dieses Spanien, den Verlust seiner schönsten Provinz»schmerzlich fühlend, ermuthigte sich seht zu einem Versuche derWiedereroberuug; ja es wagte selbst seine Absichten auf Frank'reich mit aufzunehmen in den kühnen Plan. Europa erstaunte,das spanische Reich, unter seinem letzten Oestreichischen Monar'chen eine todte Masse, Jeden zum Angriff durch seine Hilflos'!!'keit einladend, jetzt plötzlich übergehen zu sehen zu einer thätige"Rolle, mit Entwicklung einer ungeahueten Kraft und in großcn'tigen Entwürfen fast den ganzen Welttheil umspannend. Solcheneue Geist war theils die Frucht überhaupt der B ou rbon ische"Regierung, oder des von Ludwigs XIV. — wiewohl schwächere»— Enkel gegebenen Unterrichts und Beispiels. Ackerbau, ^werbe-und Handel erfreuten sich jetzt wenigstens einigermunterung, die Administration wurde besser geregelt, fähige M'ä"'ner bildeten sich, und gelangten zur Geschäftsführung. Freilichwurde die Regierung auch despotischer, zumal nach geendigt»'"'Krieg, welcher den Vorwand zur Vernichtung der Freiheiten ei>"'ger Provinzen dargeboten; aber am meisten trug dazu bei desKönigs zweite Gemahlin, Elisabeth von Parma, eine herrsch'süchtige aber geistreiche Fürstin, welche durch den Kardinal Alb"'roni, ihren Vertrauten, einen kühnen, thatkräftigen, den größte"Unternehmungen gewachsenen Mann, das Reich und ihren Gatte"regierte. Von ihm vorzüglich gingen die oben bemerkten 2>e"'änderungen im Innern aus. Aber noch Größeres unternahi" ^nach außen.

Der doppelte Entwurf dieses verwegenen Ministers nä»'^ging auf Wiedererwerbung der im Utrechter Frieden von Sp"'nien losgetrennten Provinzen, und auf Erlangung der stiege"^schaff sammt der Thronfolge in Frankreich für seinen Herr"-Zu diesem Ende geschahen mächtige Rüstungen — angeblich s'"Unterstützung Venedigs wider die Türken — und ward "sieKunst der Intrigue aufgeboten, um den Erfolg der Waffen

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