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Dritter Band. Neuere Geschichte.
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tete, die Nachfolge zu verschaffen. Aber auch ihr To r»' sch e s Mini-sterium entsprach ihren Wünschen nicht, und die Wbig' s hüteten sowachsam und eifrig die festgesetzte protestantische Thronfolge, daßnach Anna's Tode (1714, i. Aug.) der Kurs. Georg v. Han-nover, als Erbe seiner kurz zuvor verstorbenen Mutter, Sophia/ohne irgend einen Widerstand das Reich in Besitz nehmen konnte.

König Georg I. war ein weiser, friedliebender König, durchKraft und Mäßigung ganz der gefährlichen Stellung gewachsen, »'welcher er als Stifter eines neuen Regentenhauses gegenüber denzahlreichen Anhängern des Hauses Stuart sich befand. DerPrätendent kaut selbst nach Schottland, und wurde als Königausgerufen/ Ludwig XIV/ unterstützte ihn heimlich/ Aber derAufstand wurde niedergeschlagen (171S). Der Prätendent stobeilig nach dem Festland zurück, während seine unglücklichen Freun-de auf dem Schaffotte bluteten/

Einen ähnlichen Ausgang hatte der Versuch, welchen derKardinal AlbervNi mächte (1719), den Prätendenten auf denbrittischen Thron zu setzen. Ein Sturm zerstreute die Flotte, undder unglückliche Prinz sah bloß die schottische Küste. Auch einedritte Verschwörung (1722) mißlang, und wurde blutig gerächt-Der Religionshaß der Protestanten gegen die Katholiken sicher"voknämlich Georgs Thron. Indessen umgab er denselben nochmit der doppelten Schutzwehr der siebenjährigen Parla-mente (1716) und eines ansehnlichen stehenden Heeres.

Aus demselben Grund, um den noch wankenden Thron kei-nen Erschütterungen auszusetzen, wachte Georg über den europäi-schen Frieden, und schloß Bündnisse mit aller Welt. UeberaÜaber, bei den wechselnden Verhältnissen der übrigen Mächte, h>^er's mit denjenigen, welche den Frieden wünschten.

Ganz in diesem Geist arbeitete Robert Walpole, st'"trefflicher Minister (von 1721 — 1742), welcher noch währendder vierzehn ersten RegieruNgSjähre seines Nachfolgers das Staats-ruder lenkte.

Holland entzog sich von jetzt an den großen europäisch"'Geschäften. Freilich verringerte sich damit auch das Gewi^Hollands in der Magschale der Politik. Indessen dauerten st^innerer Wohlstand und sein thätiger Handel fort. Auch g«"^

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