es seit K. Wilhelms Tod (1702), welchem in der Statthalter-schaft kein Nachfolger gegeben ward, einer wenig gefährdeten ein-heimischen Freiheit.
' Indessen hatte Oestreich mit besonderem Glück gegen dieDsmannen gestritten. Der Snltan AchmedlU. wünschteMorea wieder zu erobern, welches im Carlowizer Frieden"» Venedig gekommen, und überzog diese Republik mit Krieg(1715). Bald war die Halbinsel eingenommen. Da wandte diebedrängte Republik sich an den Kaiser, und bewog ihn zum Kriegs-blind gegen die Pforte. Ein starkes östreichisches Heer unter demHelden Eugen zog an die türkische Grenze, und schlug bei Pe-ierwardein (1715, 5. August), die osmannische Macht aufsHaupt. Der zweite Feldzug (1717) brachte nach einem aberma-(>gen großen Sieg bei Belgrad diese Stadt und fast ganz Ser-bien in des Kaisers Gewalt. Dadurch ward der Stolz der Pfortehrbeugt. Also kam bei Passarowih (1718, 21. Juli) der Frie-be zu Stande, welcher Belgrad, den größten Theil ServiensUnd Temeswar, nebst einigen Distrikten von der WalacheiUnd Croatien dem Kaiser überließ, den Venetianern jedoch.Zum Ersah für Morea, welches die Türken behielten, nur einigeeroberte Plähe in Dal matten und Albanien gab. Solcher-gestalt erfuhr die Republik Venedig pon Seite Oestreichsletzt dieselbe Vernachläßigung, welche beim Utr echter FriedenHolland von jener Englands erfahren.
Die Kongresse. Die pragmatische Sanktion-
Die großen Angelegenheiten Europa's schienen geschlichtet.Her Friede von Utrecht und zu dessen Handhabung die Triple-Ouadruple - Allianz hatten die wesentlichen InteressenHauptmächte befriedigt. Aber es mangelten noch einige Ne-^»bestmimungen über Lappalien, und es entstanden neue Strei-tigkeiten über vernunftgemäß unstreitige Dinge. Zur Auseinan-^sehung alles dessen wurden Kyngresse gehalten; und die^"ngresse bewirkten — Nichts. Die Volker, deren Interessenüber wenig zur Sprache kamen, blieben auch gleichgiltig dabei.^ Kabinette allein erschienen auf der historischen Bühne. Ein