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Sanktion; sie zu beschwichtigen, schien kaum ein Preis zu theuer.Von dem Kongreß zu Crambray vorerst — jedoch vergebens —hoffte man die Schlichtung der großen Sache.
Der Utrechter und Rastadt-Badensche Friede, durch welchedie spanischen Niederlande an's östreichische Haus gekommen, ge-währte zur Ausdehnung des auswärtigen Handels die Möglich-st. Von Ostende aus mochte weit leichter als von Trieftwit Ost- und West-Indien verkehrt werden. Also bewog PrinzEngen den Kaiser, eine Handelsgesellschaft zu Ostende zu er-dichten , und ihr das ausschließende Handelsrecht nach Ost - undWest-Indien und nach Afrika auf 30 Jahre zu verleihen <1722).Sofort erwachte die Eifersucht der Seemächte und Frankreichs.Via» befiritt das Recht Oestreichs, solche Handelsgesellschaft zu^richten. Sie sey dem westphälischen Frieden entgegenUnd auch dem Barriere-Traktat.
Jetzt erhob der Kaiser neue Schwierigkeiten wegen der dem-snfanten Don Carlos zugesicherten Erbfolge in Toskana,Parma und Piacenza. Aber England sah es gerne, daßder östreichischen Macht in Italien eine Bourbonischeals Gegengewicht zur Seite stehe. Aus solchen Gründen entstandKaltsinn zwischen Oestreich und den ihm früher treu verbündetenSeemächten.
Die zwei Wiener,Friede«.
Zu gleicher Zeit stieg die Entzweiung Spaniens undFrankreichs auf's höchste. Der K. Ludwig XV., der indessenlwoßjährig, d. h. dreizehn Jahre alt, geworden war ( 1723 ), nahm^ufangs den Kardinal Dubois zum Premierminister, hieraufh"> vorigen Regenten, H. v. Orleans, und nach dessen in dem-Jghx erfolgt,» Tode den H. v. Bourbon, des großen^v»de Enkel, doch seinem Ahnherren sehr ungleich. Derselbe^"eidigte Spanien auf's empfindlichste durch die Zurückseuörmgjungen Jnfautin, welche noch als Kind vorn H. v. OrleansGemahlin des Königs bestimmt war, und bereits seit ineh-
Jahren an dem französischen Hofe lebte (1725). An ihrertatt vermählte sich Ludwig mit Maria, Stanislaus Les-^iinsky'ö, des vertriebenen Königs von Polen, Tochter.