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schleppt, endlich getrennt, und Iwan in ein Gewölbe von Schlüs-se lb ur g vergraben, worin er noch zwanzig Jahre schmachtete.Anna starb vor Gram; Anton Ulrich vertrauerte dreißig Jahrei» der sibirischen Wüste.
Auch die Großen, welche die Ausschließung Elisabeths vor-Nemlich bewirkt, Münnich und Ostermann, stürzte diese Um-wälzung. Zu schmählichem Tode verurtheilt, erhielten sie auf demNichtplah die grausame Begnadigung, die ihnen, nach dem Verlustihrer Würden und Güter, den düstern Aufenthalt in einer sibiri-schen Einöde anwies.
Die Reihe der Umwälzungen endete sich hierdurch für einigeZeit. Elisabeth führte 21 Jahre lang, bis zu ihrem Tode, ru-hig den Scepter.
Wou einigen andern Reichen.
K. PhilippV. von Spanien, gemüthskrank, ja zu Zeiten fastwahnsinnig, regierte noch 31 Jahre, nicht unglücklich, doch ohneSelbstthätigkeit, ein lenksames Werkzeug in den Händen seiner her-rischen Frau und seiner Minister. Alle Ueberreste der ehemaligenfreieren Verfassungen wurden aufgehoben. Dabei war in Reli-gionssachen Philipps Regierung so beschränkt und gehorsam,wie die vormalige östreichische. Auch unter dem bourboni-schen König wurden Auto-da-fe's gefeiert, mehrere hundert Ketzerverbrannt, alle Schrecken der Inquisition gehandhabt. Auch un-ler ihm war die Frage: welcher Heilige als Schutzpatron Spa-»iens zu achten sey? eine mit großer Wichtigkeit verhandelte^taatssache.
Gegen das Ende von Philipps Regierung verwirrten undverbitterten sich die Verhältnisse mit Großbritannien, zumalwegen des Assiento, dessen Klauseln die Engländer stets unge-scheuter übertraten. Hieraus entstand endlich ein Krieg, welcher">>t in den östreichischen Successionskrieg verflochten, und erst im^ach„er Frieden geendigt wurde.
Der K. Johann V. von Portugal, Sohn Peters, wel-cher den, Bruder den Thron entrissen, war ein Sklave der Geist-lichkeit, beschäftigte sich meist nur mit geistlichen Sachen, mit
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