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Dritter Band. Neuere Geschichte.
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mit ihren damals breiten Hufen so tief niederdrückten, daß er erstim Jahr 1789 aufgehen konnte." (Schlözer).

Von Karls VI. Tod bis zur französischen Revolution.

Karls Vl. Tod. König Friedrich il. von Preußen. Der ersteSchlcstsche Krieg.

Am 20. Lkt. des Jahres 1740 starb Kaiser Karl VI., derLetzte des Habsburgischen Mannsstammes, welcher, seitdem derAhnherr, Graf Rudolph, den teutschen Thron bestiegen, vier-hundert sieben und sechzig Jahre geblüht, und dem Reiche sechzehnKaiser gegeben hatte. Eine zwischen England und Spanien we-gen des Assiento seit 1739 ausgebrochene Feindseligkeit abgerech-net, war Friede unter den Mächten Europa's, und die allgemeineLage der Dinge so wie die besonderen Verhältnisse der meisteneinzelnen Staaten schienen der Fortdauer solches Friedens günstig-

Kaiser Karl also mochte in der beruhigenden Zuversicht seineAugen schließen, daß seine Erbtochter, Maria Theresia, un-angefeindet den Thron ihrer Väter würde besteigen können. Wardoch das Gesetz, das ihr solche Erbfolge zusicherte, die pragma-tische Sanktion, nicht nur von den Ständen aller östreichische»Erblande, sondern auch von fast allen europäischen Mächten an-erkannt und garantirt worden.

Aber das Verderbniß des öffentlichen Rechtszustandes in §»-ropa wurde bald auf traurige Weise kund. Maria Theresia,welche vermög des klarsten und vielfach gewährleisteten Gesetztvon den Throne» ihres Vaters Besitz genommen, auch sofort dieAnerkennung der meisten Mächte erhalten hatte, sah sich in Iah*resfrist von halb Europa angegriffen, und in die Gefahr der völ-ligsten Beraubung gesetzt, trotz alles geschriebenen und beschwore-ne» Rechtes.

Der innere Zustand der östreichischen Monarchie lud zu Raub-versuchen ein, und der alte Rivale Habsburgs, daS stolze Frank-reich, freute sich der guten Gelegenheit zur Zerstücklung von des-sen oft gefürchteter Macht. Auch schien Marter Theresia »»-

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