350
rigen Krieg zu Gunsten von Friedrichs II. Feinden zur Folge. Siewar für dieses Reich gleich unrühmlich als unbeglückt.
Die vorherrschende Macht in Norden blieb Rußland, trotzseiner einheimischen Revolutionen, deren Wellen meist nur dirResidenz bewegten. Seitdem übrigens die Kaiserin Elisabethden Prinzen Karl Peter Ulrich von Holstein, den Sob»ihrer Schwester Anna, zu ihrem Nachfolger erkoren (l 742 ),schlang sich ein Familienband um die drei Kronen Rußland,Dänemark und Schweden. Denn ein anderer Prinz vo»Holstein, Adolph Friedrich Bischof vo» Lübeck, gelangte,wie wir oben sahen, durch russichen Einfluß zur Krone Schwe-dens; und der königlich Dänische Thron war schon längst be-seht durch dasselbe — ursprünglich O l d enb u rg isch-De l in en-horstische — Haus. Dieses Haus gebot demnach jetzt von derHolländischen bis an die Sinesische Gränze.
Der neue russische Großfürst, Karl Peter Ulrich, wurdeverinählt mit der Prinzessin von Anhalt-Zerbst, SophiaAuguste Friederike, welche bei ihrem Uebertritt zur griechi-schen Kirche den Namen Katharina Alexiewna annahm: ei»eder größten — wenn auch nicht achtungswürdigsten — Frauen inder Geschichte.
Die Erhebung der Moskowitischen Macht — als etwadie Stelle der gesunkenen Schwedischen ersetzend — würdewohl-dem europäischen System noch keine gänzliche Veränderunggebracht haben. Aber die durch Friedrich II. plötzlich geschaf-fene Preußische Macht verwirrte alle bisherigen Verhältnis,und gebar eine ganz neue Ordnung der europäischen Dinge.
Außer dem herrliche» Schlesien und Glaz, welche er vonHabsb urgs Erbe an sich riß, erwarb dieser König Ostfries-land (1744), vermög einer 1694 seinen Vorfahren ertheilten kai-serlichen Anwartschaft, die er jetzt beim Tode des letzten ostfriesi*scheu Herzogs, Karl Ezard, geltend machte. Nach solcheVergrößerung und durch weise Benützung aller ihm zugängliche"Hilfsquellen vermochte er ein Heer von 150,000 Mann zu unter-halten, welches unter seiner Anführung keine andere MachstEuropa's zu fürchten hatte.
Aber die alt-königlichen und die bisher mächtigere"
H ä u slVor aliensche„ d
DSeitKran!Sei» <Häherbas Vttniedi
3
»c>'s üZysten
U
A H
Hein?^isse ib»d a>
D
Eruierte» Px
»icht steil SKaiser,n
">ar ftC
reich esobaldT
hielt k^ewolHchch i