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Dritter Band. Neuere Geschichte.
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Häuser betrachteten mit Neid die schnelle Erhebung Preußens,^or allen aber glühte Oestreich vonUnmiith und Rache. Schle-Henz Raub blieb unverschmerzt. Alle anderen Feindschaften wi-chen dein Hasse gegen Preußen.

Die ganze Richtung der Politik wurde geändert hierdurch,^eit mehr als dritthalbhundert Jahren war Oestreich gegenFrankreich in wenig unterbrochenem Kampf, in stets eifersüchti-8e>n Gegenstreben gewesen. Es vergaß jetzt die lange Reihe^aher empfangener Unbilden und erlittener Schläge, und suchte^as Biiudniß mit seinem alten Feind, nur um Preußen zu^niedrigen.

Zwischen Oestreich und Frankreich waren bisher Euro-ba's übrige Mächte meist getheilt gewesen. Welches sollte ihrSystem werden, nun die beiden großen Rivalen sich vereinten? —Und von wannen sollte Preußen Schutz erhalten? PreußenE Hauptmacht noch Neuling in dem europäischen Staatensi)-ßeiri? — und welches durch den schnellen Wechsel seiner Bünd-nisse und Feindschaften das Zutrauen in seine Treue zernichtet,N»d alle Welt abgeneigt-seiner Allianz gemacht hatte?? —

Von den Bourbonischeu Mächten, dann von den ent-Hrnteren Staaten, oder welche aus Mangel an Berührungspunk-Preußen die Hand nicht zu reichen vermochten, konnte die RedeNicht seyn. Aber auch die näheren und mit ihm enger verknüpf-en Staaten versprachen Preußen wenig Hilfe. Die russischeKaiserin, Elisabeth, von Oestreich gewonnen und gegen Fried-rich wegen einiger beißenden Urtheile über ihre Person erbittert,fast seine erklärte Feindin.

Schweden, durch die G tzlle nborg'sche Faktion, die Frank-reich ergebene, beherrscht, war bereit, über Friedrich herzufallen,^bald Frankreich es verlangte.

Das Teutsche Reich, nach der Mehrheit seiner Stände,^'elt kaiserliche Partei. Viele dieser Stände waren durch Lage,Gewohnheit und besondere Verhältnisse abhängig von Oestreich.

die Katholicität hielt manche in dessen Interesse fest. Metz-le Fürsten hatten nähere Gründe der Eifersucht gegen Preußen,^»r allen war Sachsen ihm abgeneigt, in Erinnerung der er-