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Dritter Band. Neuere Geschichte.
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littenen Kriegsnoth, und aus persönlichem Hasse des Grafen vo»Brühl, welcher den König August lenkte.

Bloß die Seemächte blieben daher übrig zum Schutze Pre^ßens, oder vielmehr England allein, da Holland, durch her^Erfahrungen belehrt, die Einmischung in den Streit der Mona^chen scheute. Auch trat England, sobald sein alter Feind, Fran^reich, sich mit Oestreich verband, naturgemäß und zur Selbst»Haltung auf Preußens Seite, und ward also Oestreichsseines langjährigen Verbündeten, Feind.

Um die Feindseligkeit Oestreichs und Preußens also, stattdie alte zwischen Frankreich und Oestreich, drehte sich jetzt ^europäische Politik. Dadurch wurden alle Verhältnisse verrückund Europa bezahlte bald mit siebenjährigen, schweren Leid^die Erhebung Preußens.

Der siebenjährige Krieg.

Aber das Ungewitter zog sich nur langsam zusammen,Europa genoß nach dem Aachener-Frieden noch acht köstlich^Friedensjahre, bezeichnet fast in allen Staaten durch das Aufbl^hen manches Schonen und Guten, durch wetteifernde Bestreb"^gen der Regierungen und der Regierten zur Heilung der Kriegswunden, zur Emporbringung des Ackerbaus, der Gewerbedes Handels, zur Verbesserung des bürgerlichen, kirchlichenwissenschaftlichen Zustandes. Oestreich zumal, meist auchEifersucht gegen Preußen, bemühte sich, seine Staatskräfteerheben; es ordnete die Finanzen, das Heer und die wichtiges"Zweige der Administration. Maria Theresia übertraf hierinüberhaupt an Regentengaben, an Einsicht und Volksliebe, fastihre männlichen Vorfahren weit.

Bei diesen Friedensarbciten vergaß sie jedoch der Rüst^gegen Preußen nicht. Ihr wohlbegründeter Haß gegen Frei» ^reich wich dem leidenschaftlicheren gegen Friedrich. Siesich herab, zur Befriedigung ihres Hasses gegen K. Friedn^eigenhändig der Maitresse Ludwigs XV., der Marquise von P o>»'padour, zu schreiben, welche sie als Königin und Frau vennh'