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Dk'se Mächte garantirten sich übrigens wechselseitig die neuerworbenen Besitzungen, und setzten in geheimem Vertrage fest,daß, wen» jemals andere Interessen sie entzweien sollten, sie den-noch zu jeder Zeit und unter allen Umständen zur Behauptungdieser gemeinsam gemachten Erwerbungen gemeine Sache machenwollten. Eine wohl kluge, jedoch unerfüllt gebliebene Zusage!
Endlich garantirten die drei Mächte Polen auf's feierlichstedie ihm noch übrig gelassenen Länder, und entsagten aufs be-stimmteste allen Ansprüchen, die sie gegen die Republik etwa wei-ter noch haben möchten. Die rechtlose Republik nahm solche Ge-währleistung vou Seite derer, die sie beraubt hatten, an.
Pugatschew. Friede zu Kutschuk-Kainardschi.
Während dieser Verhandlungen dauerte der Krieg Rußlandsgegen die Pforte fort. Doch wurde der Krieg 1775 ohne Ent-sclleid»»g fortgeführt auch mit geringerem Nachdruck von SeiteRußlands, da die Empörung des Donischen Kosaken JemelianPugatschew die Streitkrafte der Kaiserin nach den Provinzenam Jaik und an der Wolga lenkte. Dieser Empörer, der sichfür Kaiser Peter Hl. ausgab, bethörte die Leichtgläubigkeit odergewann die'Raublust vieler Horden und Stamme umher (Sept.t775). Aus einem anfangs verachteten Räuberhaufen wurde baldeine Heerschaar, endlich ein Heer. Die ersten Erfolge hatten Zu-trauen zu Pugatschew's Führung erweckt, und der Schrecken, dervor dem Grausamen herging, lahmte den Muth des Widerstan-des. Also verbreitete sich der Aufruhr durch die weite Statthal-terschaft Orenburg, durch Kasan und über die sibirischeGrenze. Der Schrecken und die Gefahr gingen bis Moskau.
Die Kaiserin, bei der ersten Kunde von solcher Empörung,sandte Truppen von allen Seiten zu deren Erstickung. VieleFeldherren von ausgezeichnetem Ruf stritten in diesem Krieg.Vor allen machte Michelson seinen Namen durch glänzendeSiege groß. Aber nach den entschiedensten Unfällen erstand Pu-ttatschow wiederholt, bis er endlich, durch gehäufte NiederlagenUnd Abfall derSeinigen auf's äußerste gebracht, von seinen Gefahr-