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Dritter Band. Neuere Geschichte.
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kant Nisten bin; »nd stellte, um den Geldabflusi zu verhindern,durch ein hartes Mauthsostem sich der Handelsfreiheit feindlichentgegen, während er liebend dem Ackerbau, der aber ohne Han-delsflor niemals regen Aufschwung nimmt, väterliche Hnld bezeigte.

Hiernächst legte Joseph an die Verbesserung der gesammten,polizeilichen und Rech ts ge se yg eb n» g die sorgsame undunermüdete Hand. Auch schritt solche Gesetzgebung unter ihmjener der meisten andern Länder voran, und die Civil- und dieKriminal-Gerichtsordnung (nicht also das Gesetzbuch) er-schienen als würdige Fruchte jener erleuchteten Zeit.

Was aber Joseph II. theils vor den Meisten seines Hau-ses, theils vor Allen auszeichnet, Sas war seine Liebe zurAufklärung, seine duldsame Gesinnung und sein dem Bür-ger und Bauern gegen die Anmaßungen und Privilegien derhöher» Stände zugewendeter Schutz.

Seit Maximilians II. Tod lag die Ungunst der Regierung,ja meist schwerer Druck, über den «katholischen UnterthanenOestreichs. Auf den katholischen aber lastete mönchischer Geistes-zwang und römische Besteuerung. Gegen beide Uebel erhob sichJoseph eifrig und standhaft. Auch aus die Juden fiel des Lau«desvaterS liebender Blick. Er nahm sie in Schutz gegen die Un-bilden barbarischer Gesetze und noch mehr barbarischer Volksvor-urtheile und Uebungen. Weise Verordnungen bezweckten die Her-anziehung der Kinder Moses zu einheimischer, bürgerlicher Sitte.Das schöne Beispiel seiner Duldung erweckte weit und breit, zu-mal in den teutschen Landen, einen ähnlichen Geist; gleichgesinnteFürsten, selbst auf bischöflichen Stühlen, eiferten ihm rühmlichstnach. Auch protestantische Fürsten und Völker erkannten dieEhrenpflicht, einem katholischen Herrscher und Volk an Dul-dung nicht nachzustehen, und legten die Scheu ab vor dem Katho-lizismus, dessen edlere Gestalt ihnen kund geworden.

Dagegen erhoben Beschränktheit, Fanatismus und Pfaffe»'thum bittern Kampf wider Josephs Toleranz-System, nochheftigeren aber wider seine Reformati onsa rbeiten in derherrschenden Kirche. Mit Entsetzen vernahm der Frömmling d>eAufhebung einer großen Zahl von Mönchs- und Nonnenklöster»(deren Vermögen jedoch nicht in die Chatouille und nicht in dne