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Dritter Band. Neuere Geschichte.
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der Umstaltung. Ihr Erstgeborener, Joseph, nächst K. Maxi-milian II., der edelste der östreichischen Prinzen, nicht nur lebens-kräftig, ruhmbegierig und talentvoll, sondern auch zugewendet denInteressen der Menschheit und den Ideen einer vorangeschrittenenZeit, nahm ihr Werk auf, und septe es fort, in höherem Stylund mit männlicher Entschlossenheit. Aber er griff die Vorur-theile der Menge, noch mehr, er griff das Interesse der pri-vilegirten Stände an; und er wurde verdammt und unterdrücktdurch die Leidenschaft und Macht dieser furchtbaren Gegner allesGuten.

Noch während Therestens Leben, hatte Joseph den Kriegs-staat gleich weise als eifrig geregelt, gestärkt, an Geist wie anmateriellem Bestand wunderwürdig emporgebracht. Seine Ent-würfe für die Reform der übrigen Verwaltungszweige verschloßer noch in sein Inneres, bis er die Selbstherrschaft anträte; aber«r benähte, dem großen Peter nacheifernd, diese kostbare Zeitzur Selbstbildung durch Studien und durch Reisen.

Im I. 1780 (28. Nvv.) überließ seine Mutter ihm denThron der östreichischen Monarchie. Schon 1705, nach dem To-de seines Vaters, Franz Stephan, war sein Haupt mit derteutschen Kaiserkrone geschmückt worden. Auch znm Mitregentender östreichischen Staaten ward er damals erklärt, doch blieb derMutter Wille entscheidend. Die Erwartung großer Dinge gingtwr ihn, her, und er hat sie erfüllt, wiewohl das Schicksal siewieder zerstörte.

Ein Hauptgebrechen von Thercsiens Staatsverwaltungwar Vernachlaßigung der Finanzen gewesen. K. Joseph li.kündete sofort als sparsamen und strengen Staatswirth sichu»d reformirte den Hof, so wie den Stand der Pensionisten undsamten. Alle Zweige der öffentlichen Einnahme und AusgabeWurden einer sorgfältigen Regel unterworfen, ein strenge« Rech-nungswesen eingeführt, und die Füllung der Staatskassen emsigstnuf jede Weise betrieben.

Ackerbau, Gewerbe und Handel erfreuten sich natürlickc^ sorgsamen Pflege des gleich verständigen als eifrigen Staats,w'rths. Doch gab er sich einerseits den Sckwärniereien der P H,,-.

andererseits den engherzigen Berechnungen der Mer-Aoinnk, A. bselrg. !U. 25