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Vierter Band. Neueste Geschichte.
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bewaffnet in den Rheinischen und Niederländischen Pro»vinzen standen. ^ '

Das Heraufziehen dieser Gewitter beängstigte die Patrioten.Der Ausbruch schien Nicht fern. Schon hatte Kaiser Leopoldvon Padua aus (1791, 6. Jul.) ein Kreisschreiben an alle euro-päischen Höfe erlassen, sie zur gewaltsamen Erklärung auffordernd,wie sie des KönigS von Frankreich Seiche zu ihrer eigenen ma-chen, und den Sieg der Aufrührer nimmermehr dulden würden.Gleich darauf wurden zu Pillnih bei dem Kurfürsten von Sach-sen die verhängnißreichen Verhandlungen zwischen dem Kaiserund dem König von Preußen gepflogen, in deren Folge diebeiden Monarchen eine Erklärung in diesem Sinne wirklich erlie-ßen. Schon wurden auch Rüstungen verabredet. Noch bestimm-ter verhieß die Kaiserin Katharina von Rußland den Aus-gewanderten Hilfe; und der schwärmerische König von Schwe-den, Gustav lll., bot sich zum Heerführer der Verbündeten an.

Zwar, nachdem Ludwig XVI. die Konstitution angenommen,mäßigte der Kaiser Leopold seinen Ton , und lud die Verbün-deten «in zu gleicher Mäßigung: doch ohne Erfolg. Bald starbauch der friedliebende Kaiser (1792, 15. Febr.) und Franz Ik.sein Sohn und Nachfolger in den Erdreichen (baldMuch auf demKaiserthron "), kehrte zur kriegerischen Stimmung zurück.

Die gesepgebende Versammlung, bei solcher Lage der Dinge,erkannte die Nothwendigkeit entscheidender Maßregeln. Sie faßteden Beschluß (51. Okt. u. 9. Nov.), es sollte der Graf von Pro-vence binnen zwei Monaten in's Reich zurückkehren, tvidrigenfallsseines Rechtes auf die Regentschaft verlustig seyn- Alle Ausge-wanderten sollten als der Verschwörung gegen das -Vaterlandverdächtig, alle aber, die bis zum Anfang'des folgenden Jahresnoch versammelt bleiben würden, als des Hochverraths schuldiggeachtet, die Todesstrafe gegen sie ausgesprochen, und ihr Dermö- ^gen sofort mit Beschlag belegt werden.

Der König versagte diesem Beschlusse seine Zustimmung. Gleich-

") Die Kaiserwahl geschah zu Frankfurt am 7. Juli, die KrSniwgam l-tea. , - . ' 't