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Vierter Band. Neueste Geschichte.
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zu einem scheinbaren Friedensversuch. Der Lord Malme Sb«rywurde nach Paris gesendet (24. Okt. 17S6), nm die Unterhand-lung zu beginnen. Sie war fruchtlos. Ein zweiter Versuch fandim folgenden Jahr in Lille statt (4. Juli 1797), mit gleichschlechtem Erfolg.

Geschichten des Nordens und Ostens.

Schweben und Dänemark. Ermordung K. Gustavs lll-

Während die Aristokratie, unter dem Vorwand für den Thronzu streiten, die Demokraten Frankreichs auf Tod und Leben be-kämpfte, griff in Polen und Schweden sie selbst den Thronmit verrätherischen Waffen an, mordete hier einen verdienstvollen,kräftigenKönig und überlieferte dort das Reich, sammt dem Thron,der Raubgier des Auslandes.

Der König Gustav Hl., sein früheres System ändernd,schloß mit Rußland — bisher seinem erbitterten Feind — einSebupbündniß zu Drottingholm (1791 den 1. Okt.), dessenRichtung meist gegen Frankreich ging. Denn der in diesemReich damals emporkommende, demokratische Geist hatte feinenZorn erregt; und er brütete über dem Plan, sich an die Spitzeeines europäische» Arcuzzuges gegen die verhaßte Revolution zusetzen. Beweis genug, daß seine eigenen, frühern Schritte gegenden Adel nicht im Sinne des Bürgerthums, sondern bloß in je-nem des Absolutismus geschehen. Ein Reichstag, welcbe» derKönig »ach dem kleinen Orte Gefle (da er der Stimmung derHauptstadt mißtraute) berufen (1792 d. 23. Jan. bis 24. Febr.),um die Ausführung seiner Entwürfe durch Geldbewilligung undAnlehen vorzubereiten, zeigte eine durchaus ungünstige Stimmung,und mißmuthig kehrte Gustav nach Stockholm zurück. Hieraber erwartete ihn der Tod. Eine Faktion des Adels hatte Ja-kob von Ankarström, einen leidenschaftlichen Jüngling, zumKönigsmord aufgereizt. Auch einem Maskenball (16. März) ge-schah die Gräuelthat. Der König ernannte sterbend den Herzogvon Südermannland zum Reichsregenten bis zur Großjährig-