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Vierter Band. Neueste Geschichte.
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Republiken., die rispadanische und die tranS padanische,bildeten sich also in kurzer Frist; jene aus den päpstlichen Lega-tionen, dann aus Modena, welches Land man seinem Fürsten,trotz der erkauften Neutralität, entrissen, und einige» andern Di-strikten südlich am Po, diese aus den am linken Po-Ufer gele-genen lombardischen Ländern bestehend; beide jedoch bald un-ter dem Namen der cisalx inischen vereint.

Das Direktorium hatte dem Kaiser durch den General Elarkeeinen Waffenstillstand antragen lassen, um über den Friede» zuunterhandeln. Aber man erklärte dem Abgeordneten: „daßman in Wie» nichts von einer französischen Re-publik wisse!" Die Welt jedoch wußte von ihr, und zit-terte vor ihr. Nicht nur Italien, auch Teutschland, derSiege des Erzherzogs ungeachtet, suchte sein Heil in Neutralitäts-traktaten; und gerade jetzt, wo man ihrer am meisten bedurfte,erlosch auch die Hoffnung auf Russische Hilfe. Denn die Kai-serin Katharina starb in eben dem Augenblicke, wo sie endlichentschlossen schien, etwa- Nachdrückliches für die Koalition zu un-ternehmen (17. Nov. 1796), und ihr Nachfolger, Paul, sagte vonthätigem Beistand sich los.

Dennoch beharrte Oestreich bei seinem kriegerischen Ent-schluß. Auf den Eifer der Ungarn vertrauend, berief KaiserFranz nach Presburg einen allgemeinen Reichstag (12. Nov.),und forderte die Stände zur Vertheidigung des „Thrones, derReligion und deS AdelS" auf, welche alle durch die französische,„an Grausamkeit, Wildheit und Gottlosigkeit alle barbarischenVölker übertreffende," Nation auf's äußerste gefährdet seyen.Auch in den übrigen Erbstaaten fanden mächtige Rüstungen statt.

Aber Bo »aparte vereitelte, durch Schnelligkeit des An-griffs, alle Vertheidigungs-Anstalten seines Feindes. Der Erz-herzog Karl hatte kaum den neuen Oberbefehl angetreten (4.März 1797), als die französische Macht gegen seine noch unvoll-zähligen Truppen anstürmte, einerseits in Tyrol, anderseitsüber die Piave gegen die kärnlhischen Pässe dringend (10.und 12. März). Unter fortwährend siegreichen Gefechten drangendie Franken unwiderstehlich dort und hier voran, zogen in Kla-genfurt (29. März) und in Laibach ein, und standen in Ty-