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Vierter Band. Neueste Geschichte.
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jener des Rheins, von Straßburg aus (20. April), bis indie Pässe des Schwarz waldS gedrungen, als die Friedensbot-schaft (22. April) die Streitenden trennte.

Friede von Campn Fvrmio.

Aber neue Ereignisse verzögerten, erschwerten die Verwand-lung deö Präliiniiiar-Friedenö in einen definitiven. Daserste war der Untergang der Republik Venedig. Gleichnach dein Schluß des östreichischen FriedenS erklärte Bonaparteden Krieg wider dieselbe (8. Mai). Er währte nicht lange. Derwehrlose Senat, welcher durch vermessenen Angriff solchen Schlagherbeigezogen, willigte in die Abänderung der Verfassung (12.Mai), und in die Einsetzung einer demokratischen Munizipalität.Gleichwohl rückten die Franzosen in Venedig ein (16. Mai),besetzten auch die griechisch-venetianischen Inseln. Oest-reich that keine Einsprache. Vielmehr besetzte eS selbst das ve-netianische Jstrien und Dalmatien.

Also verschwand die gewaltige, durch graues Alter imponi-rende, durch Einsetzungen und Strenge bestverwahrte AristokratieVenedigs; gebrochen vorn Sturme der Zeit, der noch mancheandere, dürr gewordenen Aeste vom Baume deö europäischen Staa-tenshstems Herabwarf.

Auch Genua' s Aristokratenreich erlag gleichzeitig deinSturm. Die Bürger zwangen den Senat, in die Veränderungder Vrfassung zu willigen; und in Bouaparte's Hauptquartierzu Montebello ward die neue, demokratische Republik, diesich jetzt die lig arische nannte, gebildet (6. Juni).

Die ciöalpi nische Republik erhielt jetzt ihre bestimmte Ver-fassung (20. Juni), durchaus eine Nachbildung der französischen.Die Direktoren ernannte jedoch Bonaparte. Neben den fran-zösischen Eroberungen wurden auch die Gra ubündtliischenLandschaften, Veiten, Eleven und Bormio, durch Bona-parte's Machtwort zu dein neuen Staate geschlagen (io. Okt.).

Solche Vermehrung der französischen Präpotenz in Italienmußte Oestreichs Besorgnisse steigern. Die Welt begann an