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Vierter Band. Neueste Geschichte.
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kleinen Kantone wurden entwaffnet, die frühere Kapitulationward vernichtet. Verzweiflung im Herzen, leistete man den Eid.

Graubüudten allein war der helvetischen Republik nochnicht beigekreten. Auf einem Bundestag zu Jlanz beschloß manein starkes Aufgebot zur Landesvertheidigung, und rief die Oest-reicher aus Tprol herbei. Sechstausend derselben unter demGeneral Auffenberg, rückten sofort in das Land (18. Okt.),befehlen Chur, urd stellten sich längs der Grenze, den Franzo-sen gegenüber, auf.

Indessen war zwischen Frankreich und der helvetischen Re-publik ein Schuh- und Truh-Bündmß geschlossen worden. (19.Aug.). Die Schweiz verlor dadurch ihre kostbare Neutralität,und verpflichtete sich zur Theilnahme an allen Kriegen der uner-sättlichen, großen Republik. Frankreich erhielt zugleich zwei Kriegs«und Handelsstraßen durch daS schweizerische Land. Ein spätererVertrag bestimmte die Bundeöhilfe Helvetiens auf 18,000 Mann(SO. November).

Der Friedens-Kongreß in Rastadt. Zweite Koalition widerFrankreich.

Während dieser kriegverkündenden Vorgänge hatte der Kon-greß zu Rastadt am Friedenswerk fvrtgeacbeitet, und der Ge-schichte der Diplomatie ein in seiner Art einziges Beispiel der Un-terhandlung zwischen Uebermuth und Schwäche geliefert. DieZeit der Erniedrigung Deutschlands war gekommen; unserespätesten Enkel werden der Verhandlungen in Rastadt nur mitErrbthen gedenken. Der Reichstag, welchem schon nachdemPräliminartraktat von Leo den die Verabredung über deiv^rie-denskvngreß war kund gethan worden, säumte nicht, eine Depu-tation, bestehend auS 10 Ständen, zu ernennen. Die Abgeord-neten derselben eilten nach Rastadt, und der Kongreß ward er-öffnet ( 9 . Dez. 1797). Die Verhandlungen wurden nach teut-schem Styl, langsam, formenreich, schwerfällig geführt. AllerNachtheil war auf teutscher Seite. Teutschland, zum Kriegegezwungen durch Oestreich und Preußen, ward seht aufge-opfert, zum Stoff aller Ausgleichung bestimmt Lurch eben diese