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anvertraut. Es zählte mehr als 100,000 Streiter. Bonapartekehrte nach PariS zurück. .
Indessen hatten auch daS östreichische Heer in Teutschlanddie schwersten Unfälle getroffen. Nicht mehr befehligte dasselbeder sieggewohnte Erzherzog Karl, sondern der FeldmarschallKra». Am 25. April ging Moreau auf sechs Punkten überden Rhein, und trieb die Oestreichs schnell durch eine Reihe glück-licher Gefechte vom Schwarzwald bis nach Baiern zurück.Schon nach den Schlachten bei Engen und Stockach und beiMößkirch (3. und 5. Mai) fand er sich stark genug, 20,000seiner Streiter zur Verstärkung deS Reserveheeres nach Italien zuentsenden. Nach einer Reihe neu erlittener Niederlagen führtendlich Kray sein Heer von Ulm auS, woselbst er eine ZeitlangStand gehalten, nach Jngolstadt, dann über Landshut nachHaag und Ampfing, während Moreau einen großen TheilBaierns mit München beseht, Lecvuvbe aber die Derart»hergischen Pässe und Graub ündten erobert, und also demitalischen Heer die Hand bietet.
Jetzt ward ein Waffenstillstand zu ParSdorf auf 12tägigeAufkündigung geschlossen (15. Juli). Dem französischen Heerewurden außer seinen Eroberungen noch der Paß Reutte in Ty-rol, auch Regensburg und die fränkischen Land« bis andie Redniz überlassen. Die rückwärts gelegenen Festen wurdenblvkirt.
Die Welt erwartete den Frieden. Graf St. Julien warvom Kaiser mit ausgedehnten Vollmachten nach Paris gesendetworden, und unterzeichnete allda (28. Juli) einen Präliminar-friedens-Traktat, welcher jenen von Eampo Formio zurGrundlage hatte. Aber der Kaiser ratifizirte diese» Vertrag nicht,worauf der Waffenstillstand aufgekündigt ward. Oestreich erkaufte(20. Sept.) zu Hohen linden eine weitere 45tägige Frist mitUeberqabe der Festungen Ulm, Jngolstadt und PhilippSburg.Dieselben wurden zur Disposition der französischen Re-publik gestellt; daher diese ungesäumt Anstalt zu ihrer Schlei-fung machte. Ein Vertrag zu Castiglione (25. Sept.) beru-higte gleichzeitig die Italischen Heere.
Auch der verlängerte Stillstand führte nicht znm Frieden.