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Vierter Band. Neueste Geschichte.
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Mann waren auf beiden Seiten gefallen; 15,000 Gefangene,hundert eroberte Kanonen und riete andere Beute bezeichnetenden französischen Sieg.

Gleichwohl war nicht Alles verloren, ohne Oestreichs Za-gen und Preußens Verblendung. Das starke Heer des unüber-wundenen Erzh. Karl stand unfern Wien; in Ungarn undBöhmen bereitete sich der Aufstand in Masse. Neue russischeVölker eilten auf den Kampfplatz, und Preußen, durch die Ge-bietsverletzung Anspach's beleidigt, schien endlich entschlossenzum Krieg. Am 3. Nov. trat der König durch eilte Ueberein-kuilft zu Potsdam der Koalition bei, sich bloß noch einen Ver-mittlungsversuch vorbehaltend. Drei Heere mit zahlreichen Re-serven wurden gebildet, und am 15. Dez. sollte der Feldzug er-öffnet werden.

Allein anstatt loszuschlagen, schickte der König in der MitteNovembers den Graf envon Haugwih nach Wien, angeblichum mit Napoleon eine Unterhandlung vermittelnd zu eröffnen,in der That, um den Gang der Ereignisse zu beobachten, und daSnach Umständen rathlich Dünkende zu thun. Da geschah dieSchlacht bei Austerliz, und Oestreich, erschüttert, trat abvom Kriegsschauplatz; daher Haugwitz keine dringendere Sorgehatte, als den besondern Frieden Preußens. Er schloß ihnohne Säumen (16. Dez.) zu Wien, indem er Anspach gegeneinige Vergütung an Baiern, Eleve und Neufchatel anFrankreich abtrat, dagegen von diesem sämmtliche teutscheStaaten deS Königs von England abgetreten erhielt. Unterdiesen Bedingungen ward Preußen Frankreichs Bundesgenosseund Garant aller neuen Erwerbungen desselben.

Bald darauf kam auch Oestreichs Friede mit Frankreichzu Stande. Zwei Tage nach de.r Schlacht, begab Kaiser Franzsich persönlich zu Napoleon in's«Lager bei Saroschüz, undtraf eine vorläufige Uebereinkunft über Waffenstillstand und Frie-den. Ersterer ward gleich am 6. Dez. zu Austerliz definitivzwischen Berthie r und Lichten stein -geschlossen, letzterer balddarauf in Presburg unterzeichnet (26. Dez.), auf Bedingungen,welche Oestreichs Macht entscheidend brachen, und den Kontinentin Frankreichs Hände gaben. Nicht nur wurde jeder Länderraub,